IW Köln fordert Zölle gegen Chinas unfaire Wettbewerbsvorteile im Maschinenbau

Theo Bauer
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Eine Liniengrafik mit der Bezeichnung "U.S. Trade in Goods with China", die Ein- und Ausfuhren über die Zeit zeigt, mit Jahren auf der x-Achse und Handelsmengen auf der y-Achse, unterteilt in farbige Abschnitte für unterschiedliche Handelstiefen.Theo Bauer

IW Köln fordert Zölle gegen Chinas unfaire Wettbewerbsvorteile im Maschinenbau

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) drängt auf neue Zölle, um Chinas wirtschaftlichen Einfluss einzudämmen. Experten argumentieren, dass diese Maßnahmen notwendig seien, um Schlüsselsektoren vor unfairem Wettbewerb zu schützen. Besonders im Fokus steht der Maschinenbau, wo staatliche Subventionen und Währungspolitik den Markt verzerrt haben.

Die Europäische Union hat bereits Schritte unternommen, um die Abhängigkeit von China zu verringern. Initiativen wie das Netto-Null-Industrie-Gesetz und das Gesetz über kritische Rohstoffe zielen darauf ab, die Versorgung mit essenziellen Gütern innerhalb Europas zu sichern. Zudem wurden Instrumente wie Investitionsprüfungen und Sanktionen eingeführt, um strategische Abhängigkeiten zu begrenzen.

Nun fordert der IW-Ökonom Jürgen Matthes ein schnelleres Vorgehen. Er schlägt Ausgleichszölle vor, um die Auswirkungen chinesischer Subventionen und einer unterbewerteten Währung auszugleichen. Diese Abgaben seien keine Strafmaßnahmen, betont er, und dienten auch nicht als protektionistische Barrieren. Vielmehr sollten sie für faire Wettbewerbsbedingungen in Branchen sorgen, in denen die heimische Produktion noch stark sei.

Matthes nennt den Maschinenbau als zentrales Beispiel. Hier könnten deutsche Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben, wenn unfaire Vorteile beseitigt würden. Entscheidend sei, so der Ökonom, zu identifizieren, welche Industrien auch ohne Subventionen noch lebensfähig produzieren. Nur dann sollten Zölle greifen.

Tempo ist entscheidend, warnt der Experte. Verzögerungen bei der Umsetzung könnten weitere Marktverzerrungen begünstigen.

Die vorgeschlagenen Zölle zielten auf spezifische Sektoren ab, in denen unfaire Konkurrenz nachweisbar sei. Der Maschinenbau stehe dabei besonders im Mittelpunkt – nicht nur wegen seiner Bedeutung für die deutsche Wirtschaft, sondern auch als Hebel, um Handelsungleichgewichte mit China zu korrigieren. Bei einer Umsetzung könnten diese Maßnahmen helfen, die inländische Produktion zu stärken und gleichzeitig die Handelsbeziehungen auszubalancieren.

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