Karimzhanows Kirschgarten bricht mit Traditionen – und lässt Geister auftreten
Karimzhanows Kirschgarten bricht mit Traditionen – und lässt Geister auftreten
Timur Karimzhanows Inszenierung von Der Kirschgarten hat am N.-Pogodin-Russischen Dramatheater Premiere gefeiert. Diese kühne Adaption führt Geister verstorbener Figuren ein und präsentiert ein beeindruckendes Bühnenbild, das sich im Verlauf der Handlung in das Deck eines revolutionären Kreuzers verwandelt. Die Produktion stellt die Tradition infrage und hinterlässt beim Publikum ein beunruhigendes Gefühl der Unruhe.
Im Mittelpunkt steht das Bühnenbild, das sich von einem heruntergekommenen Obdachlosenasyl bis zum Finale in die bedrohliche Silhouette eines Kriegsschiffs verwandelt. Es spiegelt die Themen des Stücks – Verfall und Umbruch – wider, doch gibt es keinen direkten Bezug zwischen dem Kreuzer Aurora, berühmt für seine Rolle in der Oktoberrevolution 1917, und Karimzhanows künstlerischer Vision.
Anatoly Kirillins Gayew vermeidet die übliche Karikatur und trägt seine Monologe wie Beschwörungsformeln gegen die Zeit vor. Vitaly Afimiyevs Lopachin wirkt zwar entschlossen, doch ohne Boshaftigkeit; seine Übernahme des Anwesens erscheint unausweichlich, nicht grausam. Jaroslaw Tschumaks Firs hingegen wirkt – anders als in der Vorlage – bereits dem Vergessen preisgegeben, als wüsste er längst, dass man ihn vergessen wird.
Oksana Rozanovas Anja ist unruhig, als spüre sie bereits die Kälte der Zukunft. Irina Poleschtschuks Ranjewskaja wiederum ist weder oberflächlich noch rein tragisch – sie schwankt zwischen Trauer und Selbsttäuschung. Die Geister auf der Bühne wirken nicht bedrohlich oder anklagend; sie verharren einfach, verstärken damit die unheimliche Stille der Inszenierung.
Die Zukunft erscheint hier zerbrechlich, während die Gegenwart wie eine düstere Komödie aus Hämmern und Nägeln abläuft. Das Ergebnis ist eine Produktion, die mit Tschechow, mit der Tradition und sogar mit dem Publikum streitet.
Karimzhanows Kirschgarten bricht mit Konventionen, verbindet spektrale Präsenz mit revolutionärer Symbolik. Die bleierne Bedrohung des Stücks rührt nicht von seinen Geistern her, sondern von seinem schonungslosen Blick auf den Wandel. Was bleibt, ist eine Inszenierung, die mehr Fragen aufwirft als Antworten gibt – und noch lange nach dem Fall des Vorhangs nachwirkt.
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