07 April 2026, 18:04

Witten baut Taubenabwehr nach fünf Tagen wieder ab – warum die Kehrtwende?

Eine Taube sitzt auf einem Metallzaun in einem Park, mit grünem Gras und abgefallenen Blättern darunter, umgeben von Bänken und Bäumen.

Witten baut Taubenabwehr nach fünf Tagen wieder ab – warum die Kehrtwende?

Wittener Rathaus installiert Taubenabwehrsystem – und baut es fünf Tage später wieder ab

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Am 17. September ließ das Wittener Rathaus das Taubenabwehrsystem BirdFree installieren. Doch bereits fünf Tage später kündigte Bürgermeister Lars König dessen Entfernung an. Der Beschluss folgte auf Kritik von Tierschützern und eine überarbeitete Bewertung durch die lokalen Behörden.

Das BirdFree-System sollte die Taubenpopulation rund um das Rathaus verringern. Das Veterinäramt des Ennepe-Ruhr-Kreises erließ jedoch später ein Nutzungsverbot für das gesamte Gebiet. Diese Kehrtwende veranlasste König, die Maßnahme am 22. September zu stoppen.

Die Entscheidung des Bürgermeisters fiel nach einem Gespräch mit einer Tierschützerin, die sich gegen die Abwehrmethode ausgesprochen hatte. Ab dem 24. September wurden die BirdFree-Behälter mit Deckeln verschlossen, während die Pläne für den Rückbau finalisiert wurden. Die Gesamtkosten für Installation und Abbau bleiben unklar.

Stadtvertreter und Taubenfreunde streben weiterhin eine Kontrolle der Vogelpopulation an – aus Gründen der Sauberkeit und des Tierschutzes. Als Alternativen zum eingestellten System werden nun schräge Bretter und andere Lösungen geprüft.

Sobald ein Termin für den Rückbau feststeht, wird das BirdFree-System vollständig vom Wittener Rathaus entfernt. Die Behörden suchen nach neuen Methoden, um die Taubenplage ohne das verbotene Abwehrsystem in den Griff zu bekommen. Im Mittelpunkt steht weiterhin der Ausgleich zwischen städtischer Hygiene und Tierschutzbelangen.

Quelle