"Was machst du im Sommer?" - 50.000 Briefe an das Christkind

"Was machst du im Sommer?" - 50.000 Briefe an das Christkind - "Was machst du im Sommer?" - 50.000 Briefe an das Christkind
"Was machst du im Sommer?" – 50.000 Briefe an das Christkind
"Was machst du im Sommer?" – 50.000 Briefe an das Christkind
"Was machst du im Sommer?" – 50.000 Briefe an das Christkind
Jedes Jahr erreicht das Team des Christkinds in Himmelstadt, Unterfranken, Zehntausende Briefe aus ganz Deutschland. Kinder und Erwachsene schicken ihre Botschaften, stellen Fragen, teilen Sorgen oder äußern herzliche Wünsche. Das kleine bayerische Dorf ist zu einem Zentrum für weihnachtliche Post geworden – mit einer engagierten Gruppe, die dafür sorgt, dass jeder Brief eine Antwort erhält.
Die offizielle Adresse des Christkinds – An das Christkind, Kirchplatz 3, 97267 Himmelstadt – lockt jährlich rund 40.000 Briefe an, weitere 10.000 warten noch auf eine Antwort. Die Fragen der Kinder reichen von Neugier über das Aussehen des Christkinds bis hin zu der Frage, was es im Sommer tut oder ob Engel bei der Arbeit helfen. Manche Wünsche sind einfach – Spielzeug oder kleine Geschenke –, andere tragen mehr Gewicht: Frieden, ein Ende des Krieges oder Trost in Krankheitstagen.
Doch die Briefe hören nicht mit Weihnachten auf. Rosemarie Schotte, die 85-jährige ehrenamtliche Leiterin des Himmelstädter Christkindpostamts, und ihr Mann beginnen bereits im März mit den Antworten. Ihre Arbeit dauert weit über die Feiertage hinaus, bis Ende des Monats werden noch Rückschreiben verschickt. Auch Erwachsene schreiben – darunter Gefangene, die Trost oder ein offenes Ohr suchen. Himmelstadt ist nur eine von mehreren deutschen Weihnachtspoststellen, die diese Flut an Briefen bewältigen. Doch das Team hier sticht durch seinen unermüdlichen Einsatz hervor: Kein Brief – ob von einem hoffnungsvollen Kind oder einem einsamen Erwachsenen – bleibt unbeantwortet.
Die Tradition, dem Christkind zu schreiben, bleibt lebendig. Die Freiwilligen in Himmelstadt widmen Monate lang persönliche Antworten – und schenken Tausenden Trost, von den naiven Fragen der Kinder bis zu den stillen Bitten der Erwachsenen nach Verbundenheit. Jahr für Jahr kommen die Briefe, voller Hoffnung und Ehrlichkeit.

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