VRR bestellt 36 moderne FLIRT-XL-Züge für das Rhein-Ruhr-Netz bis 2029
Moritz WernerVRR bestellt 36 moderne FLIRT-XL-Züge für das Rhein-Ruhr-Netz bis 2029
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat 36 neue Züge des Typs FLIRT XL vom Schweizer Hersteller Stadler für sein S-Bahn-Netz bestellt. Die modernen Fahrzeuge sollen ältere Modelle auf den Linien S 5, S 8 und RE 41 ersetzen, wobei der Betrieb von der VIAS Rail GmbH übernommen wird. Die Auslieferung ist bis Ende 2029 geplant.
Die neuen dreiteiligen Züge sind etwa 70 Meter lang und bieten jeweils 180 Sitzplätze. Ihr Design umfasst sechs breite Türen pro Seite sowie geräumige Mehrzweckbereiche für Rollstühle, Fahrräder, Kinderwagen und Gepäck. Jeder Zug verfügt zudem über Bordtoiletten.
Der FLIRT XL unterscheidet sich von früheren FLIRT-Modellen durch den Einsatz von Jakobs-Drehgestellen, die eine starre Verbindung zwischen den Wagen herstellen – statt flexibler Komponenten. Diese Änderung erhöht Kapazität und Stabilität und macht die Züge damit besser für stark frequentierte Metro-Strecken geeignet. Die hinter den Führerständen positionierten Antriebsmodule ermöglichen Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h.
Stadler hat bereits 36 ähnliche Einheiten an das Rhein-Ruhr-Netz geliefert, wobei die Wartung in Herne und Rendsburg erfolgt. Jure Mikolčić, Deutschland-Chef des Unternehmens, betonte die Bedeutung des Projekts für die Modernisierung des VRR-ÖPNV. Gleichzeitig lobte Thomas Eßer, Mitglied der VIAS-Geschäftsführung, den Komfort und die Barrierefreiheit der neuen Züge für Fahrgäste.
Die Finanzierung folgt dem VRR-Modell, das heißt, der Verband bleibt Eigentümer der Fahrzeuge. VIAS übernimmt im Rahmen des Vertrags den täglichen Betrieb sowie Wartung und Instandhaltung. Die Züge werden im grün-weißen Design des Netzwerks unterwegs sein.
Die ersten FLIRT-XL-Züge sollen Ende 2029 in Betrieb gehen. Durch ihre höhere Kapazität, Geschwindigkeit und verbesserten Fahrgastservices sollen sie die Reisequalität in der Rhein-Ruhr-Region steigern. Das Projekt markiert einen weiteren Schritt in der langfristigen Strategie des VRR zur Modernisierung seiner Fahrzeugflotte.






