Vodafone droht Sammelklage wegen umstrittenen Preiserhöhungen für Festnetz-Internet
Charlotte WagnerFestnetz-Internet wird für Neukunden teurer - Vodafone droht Sammelklage wegen umstrittenen Preiserhöhungen für Festnetz-Internet
Vodafone steht wegen Preiserhöhungen 2023 für Festnetz-Internet vor einer Sammelklage. Mehr als 100.000 Kunden sind betroffen – bei Erfolg könnte es automatische Rückerstattungen geben. Unterdessen hat das Unternehmen neue Gebühren für seinen Router eingeführt und die Preise für bestimmte Tarife angehoben.
Im Jahr 2023 hatte Vodafone die Listenpreise für seine Festnetz-Internetanschlüsse um 5 Euro pro Monat erhöht. Betroffen waren vor allem Kabel-Internetkunden. Seitdem blieb der Standardlistenpreis unverändert.
Gegen die Erhöhungen wurde eine Sammelklage eingereicht. Über 100.000 Kunden haben sich der Klage angeschlossen; eine mündliche Verhandlung vor dem Oberlandesgericht Hamm ist für Dezember 2025 angesetzt. Sollte die Klage erfolgreich sein, könnten betroffene Kunden ohne eigenes rechtliches Vorgehen eine Entschädigung erhalten.
Erst kürzlich hat Vodafone weitere Anpassungen vorgenommen: Der GigaZuhause Kabel 50-Tarif für Neukunden kostet nun in den ersten neun Monaten etwa 20 Euro, danach steigt der Preis auf rund 40 Euro. Zudem fällt eine Anschlussgebühr von 50 Euro an. Zuvor lag der Einstiegspreis bei etwa 10 Euro. Auch der Vodafone-Station-Router, der früher kostenlos bereitgestellt wurde, wird nun mit einer monatlichen Gebühr von rund 4 Euro berechnet.
Ebenfalls hat die Deutsche Telekom ihre Preise erhöht: Der Magenta-Festnetz-Internet-Tarif für Neukunden stieg um 1 Euro pro Monat.
Das Urteil in der Sammelklage wird entscheiden, ob Vodafone-Kunden Rückzahlungen für die Preiserhöhungen von 2023 erhalten. Die jüngsten Änderungen des Unternehmens – höhere Tarife und Routergebühren – heizen die Debatte über die Kosten für Festnetz-Internet weiter an. Die moderate Erhöhung der Telekom zeigt, dass die Anbieter unterschiedliche Strategien verfolgen.






