23 May 2026, 12:03

Solingen zieht Bilanz: Was die Flut 2021 über Katastrophenschutz lehrt

FDP leitet spannende Diskussion über lokale Katastrophenschutz

Solingen zieht Bilanz: Was die Flut 2021 über Katastrophenschutz lehrt

Podiumsdiskussion zur Katastrophenvorsorge in Solingen: Lehren aus der Flut 2021 und aktuelle Herausforderungen

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Am Dienstagabend fand in Solingen eine Podiumsdiskussion zum Thema Katastrophenvorsorge statt. Veranstaltet wurde die Runde von der Freien Demokratischen Partei (FDP) und moderiert von Thorsten Kabitz. Lokale Verantwortungsträger und Fachleute diskutierten dabei die Erfahrungen aus der Flutkatastrophe 2021 sowie aktuelle Defizite in der Krisenvorsorge.

Jan Welzel, Leiter der öffentlichen Ordnung in Solingen, versicherte den Anwesenden, dass die Stadt über gut vorbereitete Behörden für Notfälle verfüge. Gleichzeitig kritisierte er jedoch die Erwartungshaltung der Bevölkerung: Viele Bürger würden eine „umfassende Versicherungsmentalität“ an den Tag legen – also davon ausgehen, dass der Staat jede Krise allein bewältigen werde.

Dr. Ottmar Müller, Chef der Solinger Feuerwehr, räumte ein, dass die Stadt auf die Flut 2021 zwar vergleichsweise gut vorbereitet gewesen sei, nicht alles habe jedoch reibungslos funktioniert. Er rief die Bürger dazu auf, sich stärker ehrenamtlich zu engagieren – insbesondere junge Menschen –, um die Einsatzfähigkeit in Notlagen zu verbessern.

Dr. Werner Pfeil, Vorsitzender des Rechtsausschusses in Nordrhein-Westfalen, monierte, dass der Warnstufenplan des Landes bei der Flut 2021 zu spät aktiviert worden sei. Er forderte klarere Strategien und mehr finanzielle Unterstützung der Landesregierung, um die Katastrophenvorsorge in der Region nachhaltig zu stärken.

Yvonne Henn, Koordinatorin für das Krisenmanagement der Stadt, betonte, dass Solingen die Chance habe, präventiv zu handeln. Gleichzeitig äußerten Teilnehmer Bedenken hinsichtlich der Brandgefahr – angesichts der großen Waldflächen in der Region und der jüngsten Waldbrände in Südeuropa.

Die Diskussion zeigte sowohl Stärken als auch Schwächen in der Solinger Notfallplanung auf. Die Verantwortlichen hoben die Notwendigkeit besserer Landesförderung, stärkerer ehrenamtlicher Netzwerke und klarerer Kommunikation hervor, um künftige Krisen bewältigen zu können. Die Veranstaltung unterstrich die laufenden Bemühungen, die Katastrophenhilfe in der Region weiter zu verbessern.

Quelle