27 March 2026, 02:02

Solarförderung-Streichung bedroht kleine Photovoltaik-Projekte in Deutschland

Plakat, das eine Dachsolaranlage mit einer Steuergutschrift von 30% bewirbt, mit einer Illustration eines Hauses und einem Logo.

Solarförderung-Streichung bedroht kleine Photovoltaik-Projekte in Deutschland

Eine neue Studie warnt, dass geplante Kürzungen der Solarförderung kleine Photovoltaik(PV)-Projekte in Deutschland gefährden könnten. Forscher fanden heraus, dass die Streichung der EEG-Einspeisevergütung für Kleinstanlagen deren wirtschaftliche Tragfähigkeit bedroht. Die Ergebnisse wurden vergangene Woche in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe veröffentlicht.

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Die Untersuchung stammt von dem Ökonomen Andreas Fischer und Ralph Henger vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln). Ihre Arbeit ist Teil des Kopernikus-Projekts Ariadne, das vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) geleitet wird. Die Studie hebt die Risiken für kleine PV-Anlagen hervor – insbesondere in Mehrfamilienhäusern mit weniger als fünf Wohneinheiten.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) plant, die EEG-Förderung für diese kleinen Solaranlagen abzuschaffen. Zwar gab es in Deutschland Ende 2024 rund 4 Millionen PV-Anlagen – mit Prognosen von 4,8 Millionen bis 2025 –, doch liegen keine offiziellen Daten vor, die die Installationen nach Gebäudetypen aufschlüsseln. Ohne Subventionen, so die Studie, könnten viele kleinere Projekte unwirtschaftlich werden.

Die geplante Streichung der Förderung würde vor allem die dezentrale Solarstromerzeugung in Wohngebäuden treffen. Betreiber solcher Anlagen hätten dann kaum noch finanzielle Anreize, selbst Strom zu erzeugen. Die Autoren der Studie fordern die Politik auf, die Auswirkungen auf den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland neu zu bewerten.

Quelle