27 March 2026, 04:03

Rheinmetall wächst um 24 % – doch ein US-Megadeal stockt

Grafik zur Börsenentwicklung mit einem roten Pfeil nach oben und einem grünen Pfeil nach unten, die einen Abwärtstrend anzeigen, weißer Hintergrund, mit Text oben und unten.

Rheinmetall wächst um 24 % – doch ein US-Megadeal stockt

Rheinmetall verzeichnet starkes Wachstum im ersten Halbjahr 2025 – Umsatz steigt um 24 %

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat im ersten Halbjahr 2025 ein kräftiges finanzielles Wachstum gemeldet: Der Umsatz kletterte um 24 %, während der Aktienkurs seit Januar um 227 % zulegte. Dennoch bleiben Herausforderungen – etwa Verzögerungen bei einem wichtigen US-Militärprogramm.

Die Sparte Verteidigung verzeichnete in den ersten sechs Monaten des Jahres ein Plus von 36 %. Noch stärker wuchs der Bereich Electronic Solutions mit einem Anstieg von 231 %. Dank dieser Zuwächse stieg der Gesamtauftragsbestand von Rheinmetall auf über 63 Milliarden Euro.

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Mit der Übernahme des US-amerikanischen Unternehmens Loc Performance Products für 950 Millionen Dollar setzte das Unternehmen einen wichtigen strategischen Schritt. Die Transaktion soll die Position auf dem US-Markt stärken, der als zentraler Wachstumsmarkt gilt.

Trotz der positiven Entwicklung notiert die Rheinmetall-Aktie knapp unter der Marke von 2.000 Euro. Anleger blicken nun gespannt auf die Zahlen des nächsten Quartals, um zu prüfen, ob das Unternehmen sein Umsatzziel von 20 Milliarden Euro erreichen kann.

Rückschlag beim US-Armeeprogramm XM30 Ein potenziell lukrativer Auftrag für Rheinmetall, das XM30-Programm der US-Armee, stockt jedoch. Das Vorhaben wurde im März 2026 für eine umfassende Überprüfung der Anforderungen pausiert. Ursprünglich sollten General Dynamics und American Rheinmetall im Juli 2026 Prototypen liefern, doch die Verzögerungen verschieben die Auftragsvergabe an die Unternehmen auf 2027. Die Serienproduktion in kleiner Stückzahl soll nun erst 2028 beginnen – bisher wurden noch keine Produktionsverträge vergeben.

Solide Finanzlage, aber gedämpfte Aussichten bei XM30 Trotz der Verzögerungen bleibt Rheinmetalls finanzielle Performance robust, gestützt durch einen Rekordauftragsbestand und jüngste Übernahmen. Doch die Verschiebung des XM30-Programms bedeutet, dass eine wichtige Umsatzchance vorerst in weiter Ferne liegt. Ob das Unternehmen seine Jahresziele erreicht, hängt nun davon ab, ob andere Geschäftsbereiche weiterhin stark wachsen.

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