22 March 2026, 16:02

Scharrenbach räumt Führungsfehler ein: NRW-Ministerium in der Mobbing-Krise

Ein Mann in einem weißen Kleid und Hut sitzt an einem Tisch mit Mikrofonen, spricht, während Papiere und Gegenstände auf dem Tisch zu sehen sind, mit einem anderen Menschen mit Brille rechts von ihm, in einem Raum mit einer Tür im Hintergrund.

Scharrenbach bietet Mitarbeitern nach Vorwürfen persönliche Gespräche an - Scharrenbach räumt Führungsfehler ein: NRW-Ministerium in der Mobbing-Krise

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach sieht sich mit schweren Vorwürfen wegen des Arbeitsklimas in ihrem Haus konfrontiert. Berichten zufolge herrscht in dem Ministerium eine Atmosphäre der Angst, geprägt von Mobbing und Einschüchterungen unter den Mitarbeitenden. Die Ministerin hat nun auf die Kritik reagiert und Fehler in ihrer Führungsweise eingeräumt.

Erstmals aufgedeckt wurden die Missstände Anfang 2026 durch Medienrecherchen. Der Spiegel veröffentlichte ein internes Schreiben, das von einem "giftigen" Arbeitsumfeld berichtete – mit anhaltendem Anbrüllen und übermäßigem Druck, was bei Beschäftigten zu gesundheitlichen Problemen geführt habe. Bereits im Januar 2025 hatten Mitarbeitende ihre Bedenken an Nathanael Liminski, den Chef der Staatskanzlei, herangetragen. Liminski verwies später darauf, dass im Zuge der Umstrukturierung der Digitalverwaltungsabteilung Fragen aufgetaucht seien.

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Der WDR enthüllte später, dass Liminski bereits vor der Bundestagswahl 2025 über Mobbingvorwürfe gegen Scharrenbach informiert worden war. Ein anonymer hochrangiger Beamter wurde mit den Worten zitiert: "Diese Frau hat mich zerstört." Die Berichte zogen keine Vergleiche zu anderen NRW-Ministerien.

Am Donnerstag nahm Scharrenbach öffentlich zu den Vorwürfen Stellung. Sie räumte Fehler in ihrem persönlichen Arbeitsstil ein und betonte, die Sorgen der Beschäftigten ernst zu nehmen. Als Maßnahmen kündigte sie gemeinsame Gespräche mit betroffenen Mitarbeitenden und dem Personalrat an. Zudem bot die Ministerin individuelle Gespräche mit den Beschäftigten an.

Nun steht Scharrenbachs Ministerium unter Druck, die angekündigten Veränderungen umzusetzen – darunter direkte Gespräche mit den Mitarbeitenden und eine stärkere Einbindung des Personalrats. Ob die Schritte das Arbeitsklima nachhaltig verbessern, bleibt abzuwarten.

Quelle