S11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln startet mit 836 Millionen Euro
Charlotte WagnerS11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln startet mit 836 Millionen Euro
Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln voll finanziert – Baubeginn steht bevor
Das Ausbauprojekt der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln hat die volle Finanzierung erhalten, die Bauarbeiten sollen in Kürze beginnen. Das Gesamtbudget beläuft sich auf 836 Millionen Euro, getragen von Bund und Land. Zu den Maßnahmen gehören neue Gleise, modernisierte Bahnhöfe und verbesserte Angebote für Fahrgäste in der gesamten Region.
Nordrhein-Westfalen stellt 305 Millionen Euro für das Vorhaben bereit, während der Bund 531 Millionen Euro beisteuert. Der Ausbau umfasst die Verdopplung der Gleise zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach sowie den Bau eines neuen Haltepunkts in Köln-Kalk West. Zudem entstehen zwei zusätzliche Mittelbahnsteige – je einer am Kölner Hauptbahnhof und am Bahnhof Köln Messe/Deutz. Sämtliche Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach werden barrierefrei ausgebaut.
Die ersten größeren Einschränkungen gibt es vom 10. April bis zum 3. Juli 2026, wenn ein digitales Stellwerk in Mülheim installiert wird. Weitere Sperrungen sind geplant, darunter die Umbauten der Bahnhöfe Holweide und Dellbrück zwischen dem 9. Juli und dem 15. Oktober 2027. Die DB InfraGO kann nun mit der Ausschreibung von Bauaufträgen beginnen und Gleissperrungen für das Projekt anmelden.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer rechnet damit, dass alle notwendigen Genehmigungen noch in diesem Sommer vorliegen. Der geplante Fertigstellungstermin für das zweite Gleis Anfang 2032 bleibt jedoch unsicher, da es zu Terminüberschneidungen mit anderen Projekten kommt. Nach Abschluss wird die S11 im 10-Minuten-Takt verkehren, in der Hauptverkehrszeit fast alle fünf Minuten.
Die ausgebauten S11 soll Fahrgästen zwischen Bergisch Gladbach und Köln schnellere und häufigere Verbindungen bieten. Mit neuen Haltepunkten, modernisierten Bahnsteigen und besserer Barrierefreiheit zielt das Projekt auf eine Modernisierung des Netzes ab. Der genaue Zeitplan hängt jedoch davon ab, wie zügig die anstehenden Planungskonflikte gelöst und alle erforderlichen Freigaben erteilt werden.






