01 May 2026, 20:03

RWE baut neue Solarparks auf ehemaligem Braunkohlegebiet im Rheinischen Revier

Luftaufnahme eines großen Gebäudes mit Solarmodulen auf dem Dach, umgeben von Fahrzeugen, Bäumen, Gras und Masten, vor den Hügeln und einem klaren blauen Himmel - die erste solarbetriebene Fabrik Deutschlands.

RWE baut neue Solarparks auf ehemaligem Braunkohlegebiet im Rheinischen Revier

RWE plant Bau mehrerer neuer Solarparks im rheinischen Braunkohlerevier

Der Energiekonzern RWE hat Pläne für den Bau mehrerer Solarparks im nordrhein-westfälischen Braunkohlerevier vorgestellt. Die Projekte sollen die Kapazität für erneuerbare Energien in der Region um 86,5 Megawatt erhöhen. Die Bauarbeiten beginnen auf rekultiviertem Gelände in der Nähe des Tagebaus Garzweiler, die Fertigstellung ist noch für dieses Jahr vorgesehen.

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Die Solarparks entstehen östlich und westlich der Autobahn A44n zwischen Bedburg und Jüchen. Der Standort wurde aufgrund der bestehenden Netzanbindung und schnellerer Genehmigungsverfahren gewählt, wie Katja Wünschel, Geschäftsführerin von RWE Renewables Europe & Australien, erklärte. Projekte in Autobahnnähe stießen oft auf weniger Widerstand in der lokalen Bevölkerung, so Wünschel.

RWE betreibt bereits sieben Solarparks im Rheinischen Revier, vier davon mit Batteriespeichern. Das Unternehmen hat zudem an einem Demonstrationsstandort in der Region Agrar-Photovoltaik erprobt – ein System, das Solarstromerzeugung mit Landwirtschaft verbindet. Lars Kulik, im RWE-Power-Vorstand zuständig für den Braunkohlebereich, bestätigte, dass die neuen Anlagen die Netzinfrastruktur des Tagebaus Garzweiler nutzen werden.

Die Erweiterung ist Teil von RWEs Ziel, im Rheinischen Revier mindestens 500 Megawatt neue Solar- und Windkapazitäten zu entwickeln. Gleichzeitig hat ein aktuelles Gerichtsurteil klargestellt, dass Netzbetreiber nicht verpflichtet sind, Kunden über den im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023 eingeführten Voll-Einspeise-Bonus für Solarstrom zu informieren.

Sobald die neuen Solarparks in Betrieb sind, werden sie zum Wandel des Rheinischen Reviers von der Braunkohleförderung hin zu erneuerbaren Energien beitragen. Die Projekte nutzen ehemalige Bergbauflächen und bestehende Infrastruktur. RWE rechnet damit, dass die Anlagen bis 2025 vollständig ans Netz angeschlossen sein werden.

Quelle