Rasender Fahrer zerstört Gräber nach nächtlicher Polizeiflucht in Euskirchen
Theo BauerRasender Fahrer zerstört Gräber nach nächtlicher Polizeiflucht in Euskirchen
Ein 40-jähriger Mann aus Euskirchen muss sich nach einer nächtlichen Verfolgungsjagd in der Nacht vor Nikolaustag wegen schwerer Vorwürfe verantworten. Der Vorfall begann, als er eine Polizeikontrolle ignorierte und mit hoher Geschwindigkeit flüchtete – die Beamten nahmen eine gefährliche Verfolgung durch die Straßen auf.
Die Jagd startete um 1.08 Uhr, nachdem der Mann sich weigerte, für eine Streifenwagenbesatzung anzuhalten. Er raste mit voller Geschwindigkeit davon, bevor er sein Fahrzeug zunächst gegen einen Poller und anschließend gegen einen Grabstein auf dem örtlichen Friedhof prallen ließ. Durch den Aufprall wurden mehrere Gräber beschädigt.
Nach dem Unfall verließ der Mann den Unfallort zu Fuß und ergriff die Flucht. Später fand die Polizei seinen zurückgelassenen Schlüsselbund und sein Portemonnaie vor. Das Fahrzeug wurde von der Verkehrsermittlungsgruppe sichergestellt und wird nun weiter untersucht.
Die Behörden bestätigten, dass dem Mann Unfallflucht, illegales Straßenrennen sowie Störung der Totenruhe vorgeworfen werden. Zudem wird im Rahmen des laufenden Verfahrens seine Fahreignung überprüft.
Die Polizei Euskirchen erinnerte die Öffentlichkeit daran, dass Friedhöfe keine Rennstrecken seien. Die Ermittlungen dauern an, dem Beschuldigten drohen mehrere Anklagepunkte in Zusammenhang mit dem Vorfall. Die Schäden an den Gräbern werden noch begutachtet.
