Raab und Schöneberger glänzen mit Chaos und Nostalgie in der RTL-Quizshow
Charlotte WagnerRaab und Schoeneberger sind das Duo mit dem Doppelknaller - Raab und Schöneberger glänzen mit Chaos und Nostalgie in der RTL-Quizshow
Die zweite Folge der RTL-Quizshow "Wer weiß schon, wann was passiert?" brachte Nostalgie, Lacher und einige Überraschungen. Moderiert von Barbara Schöneberger und Stefan Raab, mischte die Sendung Humor mit chaotischen Momenten, während die Kandidaten mit Popkultur- und Geschichtsquizfragen kämpften. Manche lagen selbst bei einfachen Fakten daneben – etwa als sie einen Wimbledon-Champion verwechselten oder einen Klassiker des DEFA-Films vergassen.
Die beiden Moderatoren Schöneberger und Raab kamen bei den Zuschauern bestens an. Ihre spielerische Chemie hielt die Stimmung auf Hochtouren, besonders während eines skurrilen Duetts von "Barbie Girl", bei dem Raab sich mit einer grotesken Ken-Prothese im Stil eines Überbisses präsentierte. Das Team der Über-60-Jährigen, darunter Hugo Egon Balder und Hella von Sinnen, blickte ratlos drein, als es um "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" ging – den Märchenfilm von 1973, den Václav Vorlíček für die DEFA inszenierte. Kaum jemand wusste, dass es sich um eine tschechoslowakisch-ostdeutsche Koproduktion handelte, die in der DDR gedreht wurde – oder dass Sophia Thomallas Großvater als Szenenbildner daran mitgewirkt hatte.
Auch Sportfragen sorgten für Verwirrung. Der ehemalige Radprofi Jan Ullrich und Schauspieler Hans Sigl nannten fälschlich Kevin Curren als den Spieler, den Boris Becker im Wimbledon-Finale 1985 besiegte (tatsächlich traf Becker auf Curren erst im Halbfinale – im Finale der US Open 1986 war der Gegner dann tatsächlich Curren). Unterdessen verriet Ex-Torhüter Jens Lehmann, dass er sich beim Elfmeterschießen im Viertelfinale der WM 2006 gegen Argentinien einen Spickzettel im rechten Socken versteckt hatte.
Die Folge streifte sogar kuriose historische Randnotizen. So wurde an das Verkehrssicherheitsprogramm "Der 7. Sinn" aus den 1960er- und 70er-Jahren erinnert, das mit sexistischen Behauptungen über Fahrerinnen und Anschnallgewohnheiten aufwartete. Und in einem heiteren Moment erfuhr das Team, dass Schlumpfine, die erste weibliche Schlümpfin, ursprünglich gar keine Schlümpfin war – sie wurde von dem Schurken Gargamel als Falle erschaffen.
Nach der Ausstrahlung deuteten Schöneberger und Raab an, dass sie bei der positiven Resonanz durchaus bereit wären, weitere Folgen zu moderieren.
Die Folge unterhielt das Publikum von Raabs absurdem Ken-Kostüm bis zu den Patzern der Kandidaten in Sachen Sport und Film. Besonders die Moderationsdynamik von Schöneberger und Raab überzeugte, während die Mischung aus Nostalgie und Quizfragen für eine lockere Atmosphäre sorgte. Da das Duo Interesse an einer Rückkehr signalisierte, könnte bald eine neue Runde des Ratespaßes anstehen.






