Peaches bezaubert mit queerer Rebellion beim Donaufestival in Krems
Peaches rockte mit ihrer frechen, kompromisslosen Energie das Donaufestival in Krems dieses Wochenende. Die erfahrene Künstlerin, bekannt für ihre LGBTQ+-Hymnen, bot einen Auftritt, der das Publikum zum Mitschwingen brachte und es völlig in ihren Bann zog. Ihr Set war weit mehr als nur Musik – es war eine laute, stolze Feier von Identität und Selbstermächtigung.
Seit 26 Jahren prägt Peaches mit ihren Pop-Hymnen die queere Kultur. Ihr Debütalbum erschien im Jahr 2000, und seither bleibt sie eine unangepasste Stimme in der Musikszene. Mit ihrem jüngsten Werk „No Lube So Rude“ nimmt sie nun einen neuen Titel an: den einer „postmenopausalen Queer-Ikone“.
Auf der Bühne des Kremser Stadtsaals hielt sie nichts zurück. Texte über weibliche Körper und Sexualität sang sie mit roher, fröhlicher Unverfrorenheit. Als ein nicht identifizierbarer Gegenstand auf die Bühne flog, steigerte das nur die ungekünstelte Energie des Auftritts. Peaches selbst setzte ein Statement, indem sie sich einen Schamhaar-Toupet über die Brustwarzen klebte – eine visuelle Unterstreichung ihrer Botschaft von körperlicher Selbstbestimmung.
Das Publikum antwortete mit gleicher Intensität. Ein mittelalter Mann in der Nähe wechselte von sprachloser Überraschung zu einem Ohr-zu-Ohr-Grinsen bis zum Schluss. Andere um ihn herum bewegten sich im Takt der Musik, mitgerissen von der aufmüpfigen, feiernden Atmosphäre, die sie schuf.
Peaches’ Auftritt beim Donaufestival war mehr als ein Konzert – es war eine Erklärung. Ihre Texte und Bühnenpräsenz unterstrichen Themen wie Wahlfreiheit, Befreiung und queere Freude. Als sich die Menge zerstreute, war klar: Ihre Musik wirkt noch immer so kraftvoll wie eh und je.






