Neuer Schutzkonzept-Generator hilft Vereinen gegen sexualisierte Gewalt
Charlotte WagnerNeuer Schutzkonzept-Generator hilft Vereinen gegen sexualisierte Gewalt
Neues Tool soll Sportvereine bei der Prävention sexualisierter Gewalt unterstützen
Ein neues Instrument soll Sportvereinen helfen, sexualisierte Gewalt zu verhindern. Entwickelt vom Landessportbund Nordrhein-Westfalen, unterstützt der Schutzkonzept-Generator Vereine dabei, sichere Umfelder für junge Athletinnen und Athleten zu schaffen. Das System ist darauf ausgelegt, Risiken zu erkennen und klare Standards für Vereine in der gesamten Region festzulegen.
Das Tool funktioniert wie ein Fragebogen und führt Vereine durch mögliche Gefahrenbereiche. Es zeigt auf, wo Missbrauch stattfinden könnte – etwa in Umkleidekabinen oder bei Einzeltrainings. Eine visuelle Karte hilft Mitgliedern zudem, riskante Situationen schneller zu identifizieren.
Nach der Bearbeitung stellt der Generator ein Grundgerüst mit Leitlinien und Mindeststandards bereit. Eine der Regeln besagt, dass Trainerinnen und Trainer niemals allein mit einem einzelnen Kind reisen sollten. Ziel ist es, das Bewusstsein zu schärfen und schädliches Verhalten im Vorfeld zu unterbinden.
Bevor das Tool flächendeckend eingeführt wird, testen zunächst 600 Vereine das System. Ihr Feedback soll helfen, das Instrument zu optimieren, bevor es allen Sportorganisationen in der Region zur Verfügung steht.
Der Schutzkonzept-Generator bietet Vereinen eine strukturierte Herangehensweise, um sexualisierte Gewalt zu bekämpfen. Durch die Identifizierung von Risiken und klare Regelungen soll der Sport für junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer sicherer werden. Die Testphase mit 600 Vereinen wird zeigen, wie wirksam das Tool in der Praxis ist.






