06 May 2026, 14:09

Neuer Kölner Supercomputer RAMSES revolutioniert Forschung mit KI und 4,8 PetaFLOPS

Eine Reihe von Servern in einem gut beleuchteten, ordentlichen Rechenzentrum.

Neuer Kölner Supercomputer RAMSES revolutioniert Forschung mit KI und 4,8 PetaFLOPS

Die Universität zu Köln hat einen neuen Hochleistungsrechner (HPC) mit dem Namen RAMSES in Betrieb genommen. Das moderne System löst die veraltete CHEOPS-Infrastruktur ab und bietet deutliche Fortschritte in puncto Geschwindigkeit, Effizienz und Sicherheit.

RAMSES basiert auf 174 Servern, die insgesamt 31.576 CPU-Kerne und 167 Terabyte Arbeitsspeicher bereitstellen. Die meisten Knoten nutzen AMD-Epyc-Genoa-Prozessoren mit jeweils 192 Kernen. Zudem umfasst der Cluster zehn speziell für KI optimierte Knoten, die jeweils mit vier Nvidia-H100-Grafikprozessoren und einer indirekten Wasserkühlung ausgestattet sind.

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Für die Speicherung setzt das System auf IBM Spectrum Scale, das 12 Petabyte Festplattenspeicher sowie einen 878 Terabyte großen SSD-Cache bietet. Ein paralleles Dateisystem sorgt für schnellen Datenzugriff bei komplexen Arbeitslasten. Bei vollem Betrieb wird RAMSES eine Rechenleistung von bis zu 4,8 PetaFLOPS erreichen.

Ein zentrales Merkmal ist die Energieeffizienz: Die Kühlkosten sollen um bis zu 40 Prozent sinken. Auch die Sicherheit wurde deutlich verbessert – alle Daten werden in jeder Phase verschlüsselt, und der Zugriff erfordert eine Mehrfaktor-Authentifizierung. Neben klassischen HPC-Aufgaben unterstützt der KI-Bereich des Clusters Anwendungen wie Genomrekonstruktion, Quantenphysik-Simulationen und astrophysikalische Forschung.

RAMSES stellt einen bedeutenden Fortschritt für die Rechenkapazitäten der Universität zu Köln dar. Die Kombination aus Leistungsfähigkeit, Energieeinsparung und erhöhter Sicherheit wird ein breiteres Spektrum wissenschaftlicher Forschung ermöglichen. Die Inbetriebnahme folgt auf jahrelange Planung, um das veraltete CHEOPS-System zu ersetzen.

Quelle