Lauter Protest gegen AfD-Veranstaltung in Düsseldorf-Bilk eskaliert friedlich
Moritz WernerLauter Protest gegen AfD-Veranstaltung in Düsseldorf-Bilk eskaliert friedlich
In Düsseldorf fand am Montagabend eine Gegenkundgebung statt, während die AfD im Bachsaal des Bürgerhauses Bilk eine Podiumsdiskussion abhielt. Über hundert Demonstranten versammelten sich draußen, organisiert vom Bündnis Düsseldorf steht auf (DSSQ) und unterstützt von Anwohnern. Die AfD-Veranstaltung trug den Titel „Rettet die Remigration, um den Sozialstaat zu retten?“ und zählte die AfD-Politiker Maximilian Knerller und Marco Vogt zu den Rednern.
Die Proteste begannen noch vor Start der AfD-Veranstaltung: Die Demonstranten pfiffen laut und skandierten Parolen. DSSQ hatte die Aktion unter dem Motto „Wir pfeifen die AfD aus!“ angekündigt und versprochen, jeden AfD-Auftritt in der Stadt mit kreativem Widerstand zu stören.
Der Lärm verstärkte sich, sobald AfD-Mitglieder an den Fenstern des Bachsaals auftauchten. Trotz der Proteste sorgte ein starkes Polizeiaufgebot dafür, dass AfD-Anhänger das Gebäude ohne größere Zwischenfälle betreten konnten. Bei früheren AfD-Veranstaltungen in Düsseldorf hatte es deutlich mehr Gegenprotestler als tatsächliche AfD-Teilnehmer gegeben.
Laut Polizeiberichten blieb die Demonstration durchgehend friedlich. Gruppen wie Omas gegen Rechts schlossen sich den Protesten an und unterstrichen die Entschlossenheit der Menge, Widerstand zu zeigen. Die Veranstaltung endete ohne Vorfälle, da die Polizei für Ordnung zwischen Demonstranten und AfD-Anhängern sorgte. Die Gegenkundgebung war ein weiteres Beispiel für den lokalen Widerstand gegen die Aktivitäten der Partei in Düsseldorf. DSSQ kündigte an, ähnliche Aktionen auch bei künftigen AfD-Veranstaltungen durchzuführen.






