Münsters neuer KI-Fonds May Ventures setzt auf Start-ups mit künstlicher Intelligenz
Charlotte WagnerMünsters neuer KI-Fonds May Ventures setzt auf Start-ups mit künstlicher Intelligenz
Neuer Risikokapitalfonds May Ventures startet in Münster – mit KI als zentralem Entscheidungsinstrument
In Münster hat der neue Wagniskapitalfonds May Ventures seine Arbeit aufgenommen. Anders als viele Investoren setzt das Unternehmen konsequent auf künstliche Intelligenz (KI), um seine Entscheidungen zu steuern – von der Suche nach Start-ups bis zum Management des Portfolios. Der Fonds plant, insgesamt 50 Millionen Euro einzusammeln, wobei bereits über 30 Millionen Euro im Rahmen des ersten Closings Anfang nächsten Jahres gesichert sind.
May Ventures konzentriert sich auf frühe Technologieunternehmen, insbesondere auf solche, die die KI-Transformation vorantreiben. Zu den Zielbranchen zählen Hyper-Personalisierung, industrielle KI-Anwendungen und Robotik. Typischerweise investiert der Fonds zwischen 250.000 und einer Million Euro in Pre-Seed- und Seed-Runden.
Das Team verfolgt einen hypothesenbasierten Ansatz: Bevor es potenzielle Investitionen prüft, erarbeitet es detaillierte Investmentthesen. Priorität haben Start-ups mit starken Gründerteams – selbst wenn die Umsätze noch ausstehen. Besonders geschätzt werden Verkaufstalent und Überzeugungskraft. Als Warnsignale gelten dagegen langsame Anpassungsfähigkeit, übermäßige Kritikempfindlichkeit und übertriebenes Planen ohne Umsetzung.
Mit Sitz in Münster meidet der Fonds bewusst die großen Technologiezentren wie Berlin oder München. Mitgründer Dominik Lohle bringt Erfahrung aus dem High-Tech Gründerfonds mit, wo er als Principal tätig war. May Ventures bezeichnet sich selbst als "KI-natives Technologieunternehmen" und nutzt KI-Tools für die Suche, Bewertung und Verwaltung von Beteiligungen.
Der Fonds strebt an, die 50-Millionen-Euro-Markte bald zu erreichen – das erste Closing mit über 30 Millionen Euro ist bereits abgeschlossen. Künftig wird das Team weiterhin KI-getriebene Start-ups ins Visier nehmen und dabei auf Daten sowie Automatisierung setzen, um die Investmentstrategie zu prägen. Im Fokus bleiben frühe Unternehmen mit starken Gründern und klaren Umsetzungsplänen.






