Mittelstandsunion Solingen attackiert Ampel-Politik: "Autobranche braucht Pragmatismus statt Ideologie"
Sophia WeberMittelstandsunion Solingen attackiert Ampel-Politik: "Autobranche braucht Pragmatismus statt Ideologie"
Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Solingen hat die Politik der Bundesregierung im Automobilsektor scharf kritisiert. Der Wirtschaftsverband mit rund 25.000 Mitgliedern wirft der Regierung vor, es fehle an wirtschaftlichem Pragmatismus – mit gravierenden Folgen für die industrielle Basis Deutschlands und die Klimaziele.
Die Fahrzeugproduktion in Deutschland sank 2022 auf etwa 3,4 Millionen Einheiten – ein Rückgang um 26 Prozent im Vergleich zu 2019. Verantwortlich dafür sind vor allem Lieferengpässe bei Vorprodukten sowie explodierende Energie- und Rohstoffkosten. Auch ein kürzlich abgehaltener Branchengipfel brachte keine Lösungen für den Auftragseinbruch oder die übergeordneten wirtschaftlichen Herausforderungen.
MIT-Vorsitzende Gerlinde Steingrüber betonte, die Automobilbranche brauche Planungssicherheit. Statt ideologiefreier Entscheidungen habe der Gipfel jedoch das Gegenteil geliefert. Der Verband sieht in der von der Ampelkoalition vorangetriebenen E-Mobilität eine Vernachlässigung vielfältiger Mobilitätslösungen – etwa moderner Verbrennungsmotoren.
Die MIT setzt sich für die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft ein und fordert eine Politik, die Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands als Automobilstandort gleichermaßen stärkt. Die Kritik zeigt: In der Transformationsstrategie der Regierung klaffen Lücken. Ohne Kurskorrektur drohen der Branche weitere Rückschläge, warnt der Verband. Ein ausgewogenerer Ansatz in der Mobilitäts- und Wirtschaftspolitik sei dringend nötig.






