Mega-Razzia in NRW: Logistik-Subunternehmer wegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung festgenommen
Moritz WernerMega-Razzia in NRW: Logistik-Subunternehmer wegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung festgenommen
Großrazzia gegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung in Nordrhein-Westfalen
In einer groß angelegten Aktion gegen undeclarierte Arbeit und Steuerhinterziehung hat die nordrhein-westfälische Justiz am 24. März 2026 zugeschlagen. Bei Durchsuchungen an 37 Standorten gerieten ein Logistik-Subunternehmer und dessen mutmaßlich kriminelle Machenschaften in den Fokus der Ermittler. Im Rahmen der Operation wurden drei Haftbefehle vollstreckt.
An den Razzien beteiligten sich Hunderte Beamte verschiedener Behörden. Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS), des Landesamts zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW) sowie der Zentralen Anlaufstelle für Wirtschafts- und Finanzkriminalität (ZeFin NRW) wirkten mit. Unterstützung erhielten sie von der Bundespolizei und einer Sondereinheit des Zolls.
Die Ermittler durchsuchten vor allem Objekte im Ruhrgebiet und beschlagnahmten Beweismaterial im Zusammenhang mit den Vorwürfen. Dem Subunternehmer wird vorgeworfen, Kurierfahrer in bar bezahlt zu haben, ohne Sozialabgaben abzuführen. Zudem besteht der Verdacht auf groß angelegte Steuerhinterziehung im Rahmen einer organisierten kriminellen Vereinigung.
Bei den Durchsuchungen sicherten die Beamten 174.000 Euro Bargeld sowie sechs elektrische Lastenräder, die vorläufig beschlagnahmt wurden. Wie viele weitere Logistikfirmen aktuell unter der Lupe stehen, gab die Staatsanwaltschaft nicht bekannt. Vergleichbare Aktionen in anderen Branchen – etwa im Abriss- oder Baugewerbe – hatten in der Vergangenheit jedoch Dutzende Unternehmen betroffen.
Die beschlagnahmten Beweismittel werden nun detailliert ausgewertet. Die Behörden erklärten, aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit keine weiteren Angaben machen zu können, um den Fall nicht zu gefährden.
Die Razzia stellt einen wichtigen Schritt im Kampf gegen illegale Beschäftigung und Wirtschaftskriminalität in der Logistikbranche dar. Drei Beschuldigte – im Alter von 26, 29 und 39 Jahren – müssen sich nun weiteren juristischen Konsequenzen stellen. Die Ermittlungen laufen weiterhin auf Hochtouren; mit weiteren Erkenntnissen ist zu rechnen, sobald die Auswertung der Beweise abgeschlossen ist.






