02 April 2026, 14:03

Machtwechsel in Siegen-Wittgenstein: Wie CDU und SPD um die Vorherrschaft ringen

Eine Gruppe von Menschen steht um einen Tisch mit einem Megafon, Papieren und anderen Gegenständen an einer Wahllokal, während andere im Hintergrund auf Stühlen sitzen und stehen, unter beleuchteten Deckeninstallationen.

Machtwechsel in Siegen-Wittgenstein: Wie CDU und SPD um die Vorherrschaft ringen

Die politische Landschaft im Kreis Siegen-Wittgenstein hat in den vergangenen 16 Jahren deutliche Verschiebungen im Wählerverhalten erlebt. Zwar liegen seit 2009 keine vollständigen kreisweiten Daten vor, doch die lokalen Entwicklungen in Freudenberg zeigen ein sich abzeichnendes Machtgleichgewicht zwischen CDU und SPD. Gleichzeitig deuten die Wahlbeteiligungstrends bei den Landratswahlen auf einen stetigen Anstieg der Erststimmen hin – während die Stichwahlen mit einem deutlichen Rückgang zu kämpfen haben.

Bei den Kommunalwahlen 2009 in Freudenberg dominierte die CDU noch klar: Die Partei errang 14 Sitze, während die SPD auf 12 kam. Bis 2025 hatten sich beide Parteien jedoch auf Augenhöhe bewegt – jede verfügte über 13 Sitze, während die Grünen und die FDP jeweils vier Mandate erhielten. Auch das Bürgermeisteramt wechselte die politische Farbe: Nach Eckhard Günther (CDU), der von 1999 bis 2015 regierte, übernahm Nicole Reschke (SPD) das Amt. Sie setzte sich 2020 und erneut 2025 mit 54,0 Prozent der Stimmen durch.

Kreisweit erzählen die Landratswahlen eine andere Geschichte. Die Beteiligung in der ersten Runde stieg von 54 Prozent im Jahr 2009 auf 60 Prozent 2025 – der höchste Wert seit Jahren. Doch sobald es zu einer Stichwahl kam, brach das Wählerinteresse ein: von 33 Prozent 2014 auf lediglich 40 Prozent 2025.

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Trotz dieser Diskrepanz zog die Wahl 2025 insgesamt mehr Wähler an als die drei vorherigen Wahlen zusammen.

Freudenbergs politischer Wandel zeigt CDU und SPD nun auf gleicher Höhe, während die SPD weiterhin das Bürgermeisteramt hält. Im gesamten Kreis Siegen-Wittgenstein steigt zwar die Beteiligung in der ersten Wahlrunde, doch die Stichwahlen leiden weiterhin unter sinkender Resonanz. Die Ergebnisse von 2025 bestätigen diesen Trend – selbst wenn die Gesamtzahl der Wähler seit 2009 nicht mehr so hoch war.

Quelle