Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Sechs Aktivist:innen vor Gericht
Charlotte WagnerKlimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Sechs Aktivist:innen vor Gericht
Sechs Klimaaktivist:innen müssen sich nun wegen zweier getrennter Proteste am Flughafen Köln/Bonn vor Gericht verantworten. Die Vorfälle im Juli und August führten zu Flugausfällen, woraufhin die Behörden Anzeigen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs erstatteten. Ein offizieller Prozesstermin steht bisher noch nicht fest.
Der erste Protest ereignete sich am 24. Juli, als sich fünf Aktivist:innen laut Vorwurf auf eine Startbahn klebten. Dadurch kam der Flugbetrieb für drei Stunden zum Erliegen. Der Flughafen Köln/Bonn bezifferte die vorläufigen Schäden auf etwa 125.000 Euro, während die Fluggesellschaft Eurowings Verluste in Höhe von knapp 284.000 Euro geltend machte und ankündigte, Schadensersatz zu fordern.
Jede der fünf an der Juli-Aktion beteiligten Personen erhielt eine Rechnung über rund 4.100 Euro.
Ein zweiter Protest folgte am 15. August, als sich zwei weitere Aktivist:innen an einer Zufahrtsstraße zu einer Startbahn festketten. Der Flugverkehr war etwa eine Stunde lang beeinträchtigt. Den beiden drohen nun Kosten in Höhe von jeweils knapp 3.250 Euro.
Die Behörden bestätigten, dass die Anzeigen für beide Vorfälle beim Amtsgericht Köln eingereicht wurden. Den sechs Beschuldigten wird Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch vorgeworfen. Noch ist nicht entschieden, ob ein förmliches Verfahren eingeleitet wird. Flughafen und Airlines behalten sich vor, weitere Schadensersatzforderungen geltend zu machen. Das Ergebnis des Falls hängt von der gerichtlichen Prüfung der Beweislage ab.






