04 April 2026, 12:03

Joey Skaggs' Aprilscherz-Umzug stellt Medien auf die Probe – seit 1986

Zeichnung eines Mannes in Zylinder und Frack vor einer Menge mit einer Stange und einem Zaun im Hintergrund, beschriftet mit "Aprilscherz" unten.

Joey Skaggs' Aprilscherz-Umzug stellt Medien auf die Probe – seit 1986

Seit mehr als drei Jahrzehnten lädt der Künstler und Scherzkeks Joey Skaggs die Medien New Yorks zu einem ungewöhnlichen jährlichen Spektakel ein. Sein Aprilscherz-Umzug, der seit 1986 stattfindet, verbindet Satire mit gesellschaftskritischem Kommentar. Die diesjährige Pressemitteilung kündigt einen Marsch an, angeführt von einer Figur, die behauptet, der Präsident selbst zu sein – und wirft damit Fragen nach Wahrheit und Täuschung auf.

Skaggs begann seine Karriere als ernsthafter Künstler, wandte sich jedoch provokativen Medienstreichen zu, nachdem er mit der Branche zunehmend unzufrieden geworden war. Seine Aktionen umfassen oft gefälschte Pressemitteilungen und inszenierte Ereignisse, die die Glaubwürdigkeit der Medien auf die Probe stellen sollen. Zu seinen früheren Streichen zählen die "CaritasAuction", bei der er vorgab, eine seltene peruanische Hunderasse zu versteigern, sowie der "Hippopotamus-Transplantations"-Schwindel, der Medien dazu brachte, über ein erfundenes medizinisches Verfahren zu berichten.

Seine Aprilscherz-Umzüge sind längst zu einer Tradition des Absurden geworden. Frühere Ausgaben beinhalteten einen Donald-Trump-Doppelgänger-Wettbewerb und eine Y2K-thematische "Weltuntergangs"-Party. Trotz der großspurigen Ankündigungen in den Pressematerialien findet jedoch nie ein tatsächlich großer Umzug statt. Stattdessen dient die Veranstaltung als Spiegel für die Leichtgläubigkeit der Öffentlichkeit und die Bereitschaft der Medien, Sensationen ungeprüft zu verbreiten.

Skaggs behandelt die Medien wie eine Leinwand und erschafft ausgeklügelte Fiktionen, um zu zeigen, wie leicht sich Geschichten verbreiten lassen. Ein berühmtes Beispiel außerhalb seiner Umzüge ist der Aprilscherz des "Sports Illustrated" aus dem Jahr 1985 über Hayden "Sidd" Finch, einen fiktiven Mets-Nachwuchsspieler, der angeblich einen 270 km/h schnellen Fastball werfen konnte. Das Magazin gab später zu, dass die gesamte Geschichte erfunden war – ein Beweis dafür, dass selbst etablierte Medien auf eine gut gemachte Fälschung hereinfallen können.

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Der diesjährige Umzug führt die Tradition fort und fordert die Teilnehmer auf, sich zu fragen: "Was ist real – und was nicht?" Die Veranstalter beschreiben ihn als eine Feier der Torheit und eine Herausforderung für Autoritäten, die Satire mit einer spielerischen Kritik an der modernen Medienkultur verbindet. Die Pressemitteilung verspricht eine weitere Ebene der Illusion – ein tatsächlicher Umzug ist jedoch nicht zu erwarten.

Skaggs' Werk zeigt immer wieder, wie leicht Fiktion als Tatsache getarnt werden kann. Indem er das Publikum einlädt, über Autoritäten zu lachen, hält er die Debatte über Medienkompetenz am Leben – einen Streich nach dem anderen.

Quelle