Internationale Großübung in Gangelt testet grenzüberschreitende Rettungskoordination
Sophia WeberInternationale Großübung in Gangelt testet grenzüberschreitende Rettungskoordination
Großübung mit internationaler Beteiligung in Gangelt: Rettungskräfte testen grenzüberschreitende Krisenbewältigung
Am Samstag fand in Gangelt im Kreis Heinsberg eine große internationale Notfallübung statt. Rettungsteams aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien probten gemeinsam die Bewältigung eines Massenunfalls mit zahlreichen Verletzten. Im Mittelpunkt stand die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei einem Zwischenfall mit gefährlichen Stoffen und Dutzenden Verletzten.
Das Szenario sah den Zusammenstoß eines Lkw mit Gefahrgut, eines Reisebusses und mehrerer Pkw vor. Dutzende simulierte Verletzte wurden vor Ort versorgt, während niederländische Einheiten in Schutzkleidung das auslaufende Gefahrgut sicherten. Zudem kamen Drohnen zum Einsatz, um die Unfallstelle aus der Luft zu erfassen.
Die Kreisstraße 13, die als Umgehungsstraße durch Gangelt führt, blieb für die Dauer der Übung gesperrt. Der Verkehr wurde erst spätabends wieder freigegeben, nachdem die Übung beendet war.
Über 30 Behörden und Organisationen aus der Euregio Maas-Rhein beteiligten sich an der Übung und setzten damit die Tradition grenzüberschreitender Trainings fort. Frühere Großübungen wie "Euregio Rescue 2023" hatten bereits mindestens fünf Länder eingebunden, darunter Deutschland, die Niederlande, Belgien, Österreich und teilweise auch Frankreich oder Luxemburg. Die Veranstalter bestätigten im Anschluss, dass die Übung trotz unterschiedlicher nationaler Gesetze und Notfallsysteme die effektive Zusammenarbeit der Teams unter Beweis gestellt habe.
Die Übung stärkte die Koordination zwischen den Rettungsdiensten mehrerer Länder. Die Einsatzkräfte trainierten unter realistischen Bedingungen die Bewältigung eines komplexen, hochriskanten Vorfalls. Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung gemeinsamer Übungen für künftige grenzüberschreitende Krisen.






