Henkel und LyondellBasell setzen auf nachhaltige Kunststoffe für WC-Reiniger
Theo BauerHenkel und LyondellBasell setzen auf nachhaltige Kunststoffe für WC-Reiniger
Henkel und LyondellBasell haben eine Kunststofflösung auf Basis nachwachsender Rohstoffe für WC-Reinigungsprodukte entwickelt. Das neue Material ersetzt erdölbasierte Kunststoffe in der Verpackung der WC-Frisch- und Bref-Klorandsteine von Henkel. Es bietet die gleiche Leistung, jedoch mit einem deutlich geringeren CO₂-Fußabdruck.
Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf die Nutzung bio-zirkulärer Rohstoffe, die aus Abfällen wie Rückständen der pflanzlichen Ölverarbeitung gewonnen werden.
Die Lösung kombiniert 30 Prozent mechanisch recycelte Kunststoffe mit 70 Prozent bio-zirkulären Rohmaterialien. Die von LyondellBasell eingesetzten CirculenRenew-Polypropylen-Typen (PP) sollen den CO₂-Fußabdruck des Produkts im Vergleich zu herkömmlichem erdölbasiertem PP um bis zu 44 Prozent reduzieren. Die Unternehmen beschreiben das Material als "Drop-in-Lösung", was bedeutet, dass keine Änderungen in den Produktionslinien oder bei der Leistung erforderlich sind.
Seit der ersten Ankündigung im Jahr 2022 blieb die Einführung dieser bio-zirkulären Verpackung weitgehend auf Henkels eigene Produktlinien beschränkt. In Deutschland begannen einige Wasch- und Reinigungsmittel 2023, 25 Prozent bio-zirkuläre Anteile zu verwenden. Bis März 2026 ist jedoch keine größere Ausweitung auf andere Branchen oder Marken dokumentiert worden.
Unterdessen haben auch andere Unternehmen ähnliche Materialien erforscht. Elopak, Orkla Home and Personal Care und Dow brachten Kartonverpackungen aus einer Mischung von recyceltem Polyethylen und bio-zirkulären Polymeren auf den Markt. INEOS Olefins & Polymers in Lavera, Frankreich, erhielt kürzlich die ersten Lieferungen von Pyrolyseöl zur Herstellung recycelter Polymere.
Henkel und LyondellBasell werden ihre neuesten Entwicklungen auf der K 2025 präsentieren, einer Fachmesse in Düsseldorf, die vom 8. bis 15. Oktober stattfindet. Die Veranstaltung wird den Fortschritt und die potenziellen Anwendungen ihrer nachhaltigen Verpackungslösungen vorstellen.
Die neue Kunststofflösung für Henkels Klorandsteine markiert einen Schritt in Richtung emissionsarmer Verpackungen. Zwar bleibt ihre Anwendung vorerst auf Henkels eigene Produkte beschränkt, doch zeigt die Technologie, wie abfallbasierte Rohstoffe erdölbasierte Kunststoffe ersetzen können. Weitere Details werden die Unternehmen auf der anstehenden K 2025 vorstellen.






