28 March 2026, 20:02

Immobilienbesitz in Deutschland: Warum Eigentümer immer mehr zahlen müssen

Ein detailliertes architektonisches Zeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, identifiziert als das erste Haus in Deutschland, begleitet von strukturellen Plänen und Text auf Papier.

Immobilienbesitz in Deutschland: Warum Eigentümer immer mehr zahlen müssen

Immobilienbesitz in Deutschland wird immer teurer – durch steigende Steuern, strenge Vorschriften und hohe Nebenkosten. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), schlägt nun noch höhere Belastungen für Immobilieneigentümer vor. Seine Pläne umfassen neue Abgaben auf Bodenwertgewinne sowie staatlich geförderte Hypotheken, um die öffentlichen Einnahmen zu erhöhen.

Käufer von Wohneigentum in Deutschland sehen sich bereits jetzt mit hohen Zusatzkosten konfrontiert, die über den Kaufpreis hinausgehen. Dazu zählen Maklerprovisionen, Notargebühren und die Grunderwerbsteuer, die in einigen Bundesländern mittlerweile bis zu 6,5 Prozent beträgt. Strenge Bauvorschriften und verpflichtende klimabedingte Sanierungen belasten die Haushalte zusätzlich. Viele Eigentümer zahlen am Ende das Eineinhalbfache des ursprünglichen Kaufpreises, bis ihre Hypothek abbezahlt ist.

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Die Grundsteuerreform 2025 berechnet die Grundsteuer zwar auf Basis aktueller Bodenwerte, doch milderten gesenkte Steuersätze die Auswirkungen ab. Dennoch bleiben die regionalen Unterschiede eklatant: In Berlin zahlt ein durchschnittlicher Hausbesitzer rund 1.748 Euro pro Jahr, in Bayern für dasselbe Objekt nur 402,50 Euro. Städte in Nordrhein-Westfalen gerieten wegen strittiger Steuersätze sogar in juristische Auseinandersetzungen – so musste Hamm seinen einheitlichen Hebesatz von 834 Prozent anpassen.

Auch der Zugang zu Hypotheken ist in Deutschland schwieriger als in anderen Ländern, was viele Menschen in geförderte Mietwohnungen drängt. Politiker betrachten Immobilien zunehmend als wichtige Einnahmequelle – Fratzschers jüngste Vorschläge zielen darauf ab, Eigentümer noch stärker zur Kasse zu bitten.

Sollten seine Steuerpläne umgesetzt werden, würden die Abgaben auf Bodenwertgewinne und staatlich gestützte Hypotheken den Immobilienerwerb weiter verteuern. Während Mieten stark subventioniert werden und die Kosten für Wohneigentum steigen, droht sich die Kluft zwischen Mietern und Eigentümern weiter zu vertiefen.

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