25 March 2026, 14:04

Henkel erhöht Preise: Wie Lieferketten und Ölpreise den Konzern unter Druck setzen

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit Text, der die wirtschaftliche Erholung anzeigt.

Henkel erhöht Preise: Wie Lieferketten und Ölpreise den Konzern unter Druck setzen

Henkel, der Hersteller bekannter Marken wie Persil und Schwarzkopf, kämpft mit steigenden Kosten durch globale Lieferkettenprobleme. Das Unternehmen warnt, dass höhere Ölpreise die Ausgaben für Materialien, Logistik und Produktion in die Höhe treiben. Mit einem Umsatz von 20,5 Milliarden Euro im Jahr 2021 und einer Belegschaft von 47.000 Mitarbeitern passt der Konzern nun seine Strategie an, um die finanzielle Belastung zu bewältigen.

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Die Krise trifft Henkel indirekt, da Zulieferer und Logistikpartner ihre eigenen gestiegenen Kosten weitergeben. Zwar ist das Unternehmen nicht in starkem Maße von russischen oder ukrainischen Lieferanten abhängig, doch die explodierenden Ölpreise treiben die Ausgaben in allen Bereichen nach oben. Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel betont, dass Preiserhöhungen zügig umgesetzt werden müssten – ein Zuwarten könnte den finanziellen Druck noch verschärfen.

Die globale Nachfrage nach Henkel-Produkten entwickelte sich im vergangenen Jahr unterschiedlich. In Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum stiegen die Umsätze mit Persil und Schwarzkopf um 5 bis 7 Prozent, angetrieben durch Premium-Produkte und den Online-Handel. In Europa stagnierte das Geschäft hingegen aufgrund der Inflation, während Lateinamerika einen Rückgang von 2 Prozent verzeichnete – bedingt durch wirtschaftliche Schwierigkeiten.

Um die steigenden Kosten auszugleichen, setzt Henkel auf die Stärken seiner Marken. Die hohe Kundenbindung an Namen wie Persil und Schwarzkopf könnte helfen, Preiserhöhungen zu rechtfertigen. Das Unternehmen hofft, dass sich der Konflikt, der die Krise befeuert, nicht das ganze Jahr über hinzieht.

Die nächsten Schritte Henkels hängen davon ab, wie schnell sich die Kosten stabilisieren und ob die Verbraucher die Marken trotz höherer Preise weiter unterstützen. Die Fähigkeit des Konzerns, Preisanpassungen mit der Nachfrage in Einklang zu bringen, wird seine Performance in den kommenden Monaten prägen. Vorerst bieten die globale Präsenz und die Markenstärke jedoch einen gewissen Puffer gegen die wirtschaftlichen Herausforderungen.

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