Grundschüler und Polizei stoppen Raser vor ihrer Schule in Fellinghausen
Sophia WeberGrundschüler und Polizei stoppen Raser vor ihrer Schule in Fellinghausen
Grundschüler in Fellinghausen gehen mit der Polizei gegen gefährliches Fahren vor ihrer Schule vor
Nach einem deutlichen Anstieg von Verkehrsunfällen mit Kindern im vergangenen Jahr haben Schüler der Grundschule Fellinghausen gemeinsam mit der örtlichen Polizei eine ungewöhnliche Aktion gestartet. Bei der Kontrollaktion wurden fast 120 Autofahrer angehalten – einige erhielten Verwarnungen, andere Lob für ihr vorbildliches Verhalten.
Der Anstoß für die Initiative kam durch alarmierende Zahlen: Im Vergleich zu 2023 stieg die Zahl der im Straßenverkehr verletzten Kinder um 74 Prozent. Viele Vorfälle ereigneten sich während der Bring- und Abholzeiten der Schule, was die Behörden zum Handeln veranlasste.
Viertklässler der Fellinghausener Grundschule unterstützten die Beamten bei der Verkehrskontrolle rund um ihre Schule. Im Fokus standen Rasertaten sowie die korrekte Nutzung von Kindersitzen. Wer sich an die Regeln hielt, erhielt eine Dankeskarte von den Schülern, während Verkehrssünder freundlich, aber bestimmt auf ihr Fehlverhalten hingewiesen wurden.
Von den 117 kontrollierten Fahrern erhielten 36 eine Ermahnung, 81 wurden für ihre Regeltreue belohnt. Bußgelder gab es nur bei schweren Verstößen, die eine offizielle Ahndung erforderten. Eine ähnliche Aktion in Wilnsdorf am 11. Juni endete mit fünf Verwarnungen und 30 Dankesbekundungen für sicheres Fahren.
Polizeidirektor Marcel Zirnsak zeigte sich überzeugt von dem Projekt: Die Einbindung der Kinder helfe Autofahrern, die realen Folgen rücksichtslosen Verhaltens im Straßenverkehr zu begreifen. Auch Landrat Andreas Müller lobte das Engagement der Schüler, die das Kontrollteam mit großer Begeisterung unterstützten.
Ziel der Aktion war es, durch die Kombination aus polizeilichen Kontrollen und Schülerbeteiligung die Verkehrssicherheit an Schulen zu erhöhen. Zwar hielten sich die meisten Fahrer an die Vorschriften, doch wo nötig, wurden Ermahnungen ausgesprochen. Angesichts der steigenden Unfallzahlen mit Kindern kündigten die Behörden an, ähnliche Kontrollen künftig zu wiederholen.






