Großrazzia in NRW: Illegale Beschäftigung und Lohnbetrug in 20 Betrieben aufgedeckt
Sophia WeberGroßrazzia in NRW: Illegale Beschäftigung und Lohnbetrug in 20 Betrieben aufgedeckt
Mehr als 100 Kontrollbeamte führten am 13. März 2025 in Köln, Bonn, Leverkusen und den umliegenden Kreisen Razzien durch. Die Überprüfungen richteten sich gegen Betriebe, die im Verdacht standen, gegen Arbeitsgesetze zu verstoßen. Dabei wurden zahlreiche Fälle illegaler Beschäftigung sowie Lohnungereimtheiten aufgedeckt.
In Köln allein wurden 13 Unternehmen und 47 Beschäftigte überprüft. In Bonn unterzogen die Teams fünf Betriebe und 26 Arbeitnehmer ähnlichen Kontrollen. Bei der Aktion wurden sieben Personen entdeckt, die illegal in Restaurants oder Imbissen beschäftigt waren.
Neun Arbeitgeber hatten die gesetzlich vorgeschriebenen Stundenaufzeichnungen nach dem Mindestlohngesetz nicht ordnungsgemäß geführt. In drei Fällen erhielten Mitarbeiter weniger als den gesetzlichen Mindestlohn. Sechs Mal waren Arbeitnehmer nicht bei der Sozialversicherung gemeldet, in weiteren sechs Fällen gab es Hinweise auf möglichen Sozialleistungsbetrug.
Jens Ahland, Sprecher des Hauptzollamts Köln, bestätigte die Ergebnisse. Die Behörden rieten Unternehmen und Betroffenen, sich für weitere Informationen an die Behörde zu wenden.
Die Kontrollen zeigten eine weit verbreitete Missachtung der Arbeitsvorschriften. Die Verstöße reichten von nicht angemeldeten Beschäftigten über fehlende Lohnunterlagen bis hin zu Verdachtsmomenten auf Betrug. Das Hauptzollamt Köln bleibt Ansprechpartner für Nachfragen und weitere Schritte.






