Gewerkschaften prangern Crombeen GmbH wegen prekärer Arbeitsbedingungen an
Moritz WernerGewerkschaften prangern Crombeen GmbH wegen prekärer Arbeitsbedingungen an
Gewerkschaften kritisieren Crombeen GmbH wegen Arbeitsbedingungen in der Flugzeugreinigung
Die Gewerkschaften üben scharfe Kritik an der Crombeen GmbH wegen der Arbeitsbedingungen in ihrer Flugzeugreinigungssparte. Das Unternehmen, das an deutschen Flughäfen über 500 Mitarbeiter beschäftigt, steht im Verdacht, branchentypische Standards nicht einzuhalten. Die Gewerkschaften fordern nun gerechtere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für die Belegschaft.
Am 21. Oktober verurteilten die IG BAU Rheinland und der DGB Düsseldorf öffentlich die Behandlung der Beschäftigten durch Crombeen. Gewerkschaftsvertreter versammelten sich vor dem Cargo Street-Bereich des Düsseldorfer Flughafens und hielten Schilder mit den Aufschriften „Respekt für das Reinigungspersonal“ und „Saubere Arbeit, fairer Lohn“ hoch. Sigrid Wolf, Vorsitzende des DGB Düsseldorf, forderte einheitliche Standards für alle Reinigungsfirmen am Flughafen.
Das familiengeführte Unternehmen Crombeen ist für die Reinigung von über 400 Flügen und 200 Bodenfahrzeugen täglich verantwortlich. Obwohl es mit überdurchschnittlichen Löhnen, Nachtschichtzuschlägen und Fahrtkostenzuschüssen wirbt, berichten Mitarbeiter von prekären Arbeitsbedingungen. So fehlen angemessene Umkleideräume, Pausenbereiche und sanitäre Einrichtungen.
Auch bei Löhnen und Urlaubsansprüchen bleibt das Unternehmen hinter den Branchenstandards zurück: Während der Tarifvertrag 30 Urlaubstage vorsieht, gewährt Crombeen nur 24. Sonntagsarbeit wird mit einem Zuschlag von 50 Prozent statt der vereinbarten 80 Prozent vergütet. Mahir Sahin von der IG BAU betonte, dass Crombeen die branchenweiten Standards für Flugzeugreinigungskräfte erfüllen müsse.
Der Konflikt offenbart die Kluft zwischen den beworbenen Leistungen des Unternehmens und der Realität am Arbeitsplatz. Die Beschäftigten kämpfen weiterhin für faire Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen und die Einhaltung der Tarifverträge. Bisher hat das Unternehmen nicht auf die Forderungen der Gewerkschaften reagiert.






