Forschungsprojekt enthüllt dunkle Kapitel der Polizeigeschichte in NRW
Sophia WeberForschungsprojekt enthüllt dunkle Kapitel der Polizeigeschichte in NRW
Ein Forschungsprojekt unter der Leitung der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW) dokumentiert zentrale Schauplätze der Polizeigeschichte in der Region. Im Fokus der Initiative stehen Orte mit Bezug zur Weimarer Republik und zur Zeit des Nationalsozialismus. Einer dieser Standorte ist das Polizeipäsidium Gelsenkirchen, das nun Teil der Untersuchung ist.
Das unter dem Titel "Orte der Polizeigeschichte" geführte Projekt startete 2020 auf Anregung des Nordrhein-Westfälischen Innenministeriums. Ziel ist es, historische Daten zu Polizeigebäuden und Einsatzorten aus der Weimarer Zeit und der NS-Diktatur zu sammeln, auszuwerten und aufzubereiten.
Ein zentrales Element der Arbeit ist eine digitale Karte, die Archivdokumente, Fotos und Filmaufnahmen mit konkreten Orten verknüpft. Dazu zählen ehemalige Polizeidienststellen ebenso wie Schauplätze, an denen Beamte während der NS-Zeit tätig waren.
Zum Forschungsteam gehören Prof. Dr. Dr. Dimitrij Davydov, Prof. Dr. Christoph Giersch, Dr. Frank Kawelovski, Dr. Christoph Riederer und Nanina Marika Sturm. Ihre Erkenntnisse zum Gelsenkirchener Polizeipäsidium sind nun auf der Website der HSPV NRW abrufbar.
Das Projekt ermöglicht der Öffentlichkeit den Zugang zu historischen Unterlagen über eine interaktive Plattform. Ausführliche Informationen zum Polizeipäsidium Gelsenkirchen finden sich auf der Projektseite der HSPV NRW. Die Initiative soll die Rolle von Polizeiinstitutionen in prägenden Epochen der deutschen Geschichte bewahren und aufklären.






