07 April 2026, 16:03

Erste deutsche Wasserstoffleitung zeigt: Grüne Energie für Heizungen ist möglich

Eine detaillierte Linienzeichnung eines zylindrischen Wasserheizungsboilers in einem Haus, der mit Rohren und Ventilen verbunden ist, mit umgebenden Wänden und beschrifteten Komponenten.

Erste deutsche Wasserstoffleitung zeigt: Grüne Energie für Heizungen ist möglich

Umgerüstete Erdgasleitung in Deutschland transportiert nun zu 100 Prozent grünen Wasserstoff

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Seit Oktober 2022 betreibt Westnetz in Holzwickede bei Dortmund das erste Wasserstoff-Verteilnetz Deutschlands. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt, um die Rolle von Wasserstoff in zukünftigen Energiesystemen zu erproben.

Im Rahmen des Forschungsprojekts H2HoWi wurde zunächst eine Mitteldruck-Gasleitung vom bestehenden Netz abgetrennt und mit einem speziellen Wasserstoffspeicher verbunden. Dort wird zertifizierter grüner Wasserstoff der Qualität 3.0 gelagert – mit einer Reinheit von 99,9 Prozent und einem Maximaldruck von 40 Bar.

Drei lokale Kunden nutzen bereits wasserstofftaugliche Heizkessel der Marke Weishaupt Thermo Condens, um ihre Gebäude zu beheizen. Die Anlagen verbrennen reinen Wasserstoff nahezu emissionsfrei. Zwei der Kessel verfügen über eine Leistung von jeweils 32 Kilowatt, der dritte arbeitet mit 15 Kilowatt.

Erste Ergebnisse des Projekts bestätigen, dass bestehende Gasnetze sicheren Transport von reinem Wasserstoff ermöglichen. Die Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Umnutzung bestehender Infrastruktur eine breitere Wasserstoffnutzung fördern könnte.

Das Netz in Holzwickede zeigt, wie grüner Wasserstoff in reale Energiesysteme integriert werden kann. Kunden nutzen den Brennstoff bereits zum Heizen, und die Kessel arbeiten effizient. Wird dieses Modell großflächig umgesetzt, könnte es helfen, die Emissionen von Gebäuden zu senken – ohne dass völlig neue Leitungen verlegt werden müssen.

Quelle