DeepL plant Börsengang in den USA mit Bewertung von fünf Milliarden Dollar
Theo BauerDeepL plant Börsengang in den USA mit Bewertung von fünf Milliarden Dollar
DeepL, das in Köln ansässige KI-Übersetzungsunternehmen, strebt einen Börsengang in den USA an. Das 2017 gegründete Unternehmen plant nun einen Börsengang (IPO) bereits für nächstes Jahr – mit einer möglichen Bewertung von bis zu fünf Milliarden US-Dollar.
Bereits hat das Unternehmen erste Gespräche mit Finanzberatern über das IPO-Verfahren geführt. Am wahrscheinlichsten ist eine Notierung an einer großen US-Börse wie der New York Stock Exchange oder dem Nasdaq. Der Schritt folgt auf eine erfolgreiche Finanzierungsrunde im Mai 2024, bei der DeepL 300 Millionen US-Dollar einsammelte und seine Bewertung damit auf zwei Milliarden Dollar verdoppelte.
DeepL spezialisiert sich auf KI-gestützte Übersetzungstools und beschäftigt derzeit über 100 Mitarbeiter. Der geplante Börsengang passt in den größeren Branchentrend, da die Nachfrage nach KI-Technologien weiter stark steigt. Auch andere Unternehmen wie das deutsche Start-up Black Forest Labs ziehen erhebliche Investitionen an – Berichten zufolge könnte es in der nächsten Finanzierungsrunde eine Bewertung von bis zu vier Milliarden Dollar erreichen.
Gleichzeitig investieren Branchengrößen wie der Chiphersteller Nvidia Milliarden in die KI-Infrastruktur. Allein die geplante 100-Milliarden-Dollar-Investition von Nvidia in OpenAI unterstreicht das rasante Wachstum des Sektors und den steigenden Bedarf an hochmodernen Rechenzentren.
Ein Börsengang von DeepL könnte einen Meilenstein für europäische KI-Unternehmen darstellen, die Zugang zum US-Markt suchen. Gelingt die Notierung, würde dies die Position des Unternehmens als führender Akteur im Bereich Übersetzungstechnologie festigen. Das Wachstum von DeepL spiegelt den allgemeinen Boom bei KI-Investitionen und -Entwicklungen wider.






