30 April 2026, 00:08

Chaotische Ampelregelung in Rheda-Wiedenbrück: Radweg-Projekt wird zum teuren Ärgernis

Schwerer Verkehr auf einer Autobahn neben hohen Gebäuden, Straßeninfrastruktur und Bäumen unter einem bewölkten Himmel.

Chaotische Ampelregelung in Rheda-Wiedenbrück: Radweg-Projekt wird zum teuren Ärgernis

Radweg-Projekt in Rheda-Wiedenbrück sorgt für Kritik nach chaotischer Ampelregelung mit unnötigen Kosten

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Ein Radweg-Projekt in Rheda-Wiedenbrück steht in der Kritik, nachdem eine verwirrende Ampelanlage zu vermeidbaren Ausgaben geführt hat. Die Stadt hatte Landesmittel für den Bau des Radwegs entlang einer alten Bahntrasse beantragt, doch die Querung an der Pixeler Straße sorgte für Verzögerungen und Streitigkeiten zwischen den Behörden.

Ursprünglich hatte die Stadt eine Schrankenanlage mit einer 20 Meter langen Überquerungshilfe für Radfahrer an der Pixeler Straße vorgeschlagen. Die Bezirksregierung lehnte diesen Plan jedoch ab und zwang die Verantwortlichen dazu, vier Ampeln über eine ungewöhnlich lange Strecke von 20 Metern zu installieren. Normalerweise umfassen solche Querungen lediglich vier Meter.

Die Stadt gab später zu, dass die Anlage verwirrend war und nur kurz in Betrieb blieb, bevor Anpassungen vorgenommen wurden. Beamte behaupteten, die Bezirksregierung habe auf diese Lösung bestanden, um die Förderung für den Radweg zu sichern.

Der Bund der Steuerzahler nahm den Fall in sein "Schwarzbuch" auf und führte ihn als eines von 14 Beispielen für öffentliche Geldverschwendung in Nordrhein-Westfalen an. Im Bericht hieß es, es hätten mehrere verkehrssichere Alternativen bestanden, doch die Bezirksregierung habe keine klaren Vorgaben gemacht. Die Kosten für die Stadt – und damit für die Steuerzahler – beliefen sich auf 47.000 bis 51.000 Euro, hinzu kommen jährliche Folgekosten von 1.000 bis 1.500 Euro.

Der Bund der Steuerzahler kritisierte, dass zu viele Behörden in das Projekt involviert waren, ohne dass eine klare Verantwortung übernommen wurde. Die Stadt verteidigte ihr Vorgehen und argumentierte, man habe sich an die Förderauflagen halten müssen – trotz des unpraktischen Ergebnisses.

Der Radweg an der Pixeler Straße bleibt zwar bestehen, doch die Ampelproblematik hat Fragen zur sinnvollen Verwendung öffentlicher Mittel aufgeworfen. Die Steuerzahler müssen nun mit laufenden Kosten leben, während der Bund der Steuerzahler für mehr Transparenz und klare Verantwortlichkeiten bei künftigen Projekten wirbt.

Quelle