Arbeitslosigkeit in Herne steigt – doch es gibt auch Lichtblicke am lokalen Arbeitsmarkt
Charlotte WagnerArbeitslosigkeit in Herne steigt – doch es gibt auch Lichtblicke am lokalen Arbeitsmarkt
Arbeitslosigkeit in Herne stieg im September 2025 – trotz leichter Hoffnungsschimmer am lokalen Arbeitsmarkt
Im September 2025 ist die Arbeitslosigkeit in Herne gestiegen, obwohl es einige positive Anzeichen am örtlichen Arbeitsmarkt gibt. Die Zahl der Erwerbslosen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,8 Prozent. Allerdings waren weniger Menschen ohne Arbeit als noch im August, und es wurden mehr Stellen ausgeschrieben.
Laut offiziellen Angaben waren im vergangenen Monat 10.126 Menschen in Herne als arbeitslos gemeldet. Das sind 226 weniger als im August, aber 467 mehr als im September 2024. Auch die Langzeitarbeitslosigkeit nahm zu: 4.094 Personen waren bereits länger als ein Jahr ohne Beschäftigung – 434 mehr als im Vorjahr.
Junge Menschen waren etwas stärker von Arbeitslosigkeit betroffen: 1.021 unter 25-Jährige hatten keine Arbeit, 21 mehr als im Vorjahr. Noch schwieriger war die Lage für ältere Arbeitnehmer: 3.261 Menschen ab 50 Jahren waren erwerbslos – ein Anstieg um 270 im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt stieg die Unterbeschäftigung, zu der auch Teilzeitkräfte zählen, die eine Vollzeitstelle suchen, auf 12.674 an – 256 mehr als 2024.
Erfreulicherweise fanden im September 553 Menschen eine neue Stelle, fast 25 Prozent mehr als im August. Arbeitgeber meldeten 219 neue offene Stellen, 90 mehr als im Vorjahresmonat. Der Schulbeginn, Ausbildungsprogramme und saisonale Einstellungen in Unternehmen trugen dazu bei, die Arbeitslosigkeit in einigen Bereichen zu verringern. Weniger Menschen waren auf Grundsicherung oder Arbeitslosengeld angewiesen als noch im August.
Bundesweit gehen die Stellenangebote seit Anfang 2025 zurück, wobei Berlin eine Ausnahme bleibt. Für September wurden keine genauen Zahlen zu freien Stellen veröffentlicht, doch die Jahresdurchschnitte deuten auf einen allmählichen Rückgang hin.
Herne zeigt gemischte Trends am Arbeitsmarkt: Während die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich steigt, sinkt sie im Monatsvergleich. Mehr Menschen finden eine Anstellung, und die Zahl der neuen Stellenausschreibungen ist gestiegen. Dennoch bleiben Langzeitarbeitslosigkeit und die Situation älterer Arbeitssuchender eine Herausforderung – ein Spiegel der übergeordneten wirtschaftlichen Belastungen.






