02 April 2026, 12:03

Aprilscherze 2026: Von Wein-Thermen bis zum Feuerwehrpferd – wer wen täuschte

Ein Comic-Stripp-Plakat mit der Überschrift "Aprilscherz" zeigt einen Cartoon-Mann und -Frau in einem Gespräch, wobei einer gestikuliert, vor einem hellblauen Himmel mit weißen Wolken in fetter schwarzer Schrift.

Aprilscherze 2026: Von Wein-Thermen bis zum Feuerwehrpferd – wer wen täuschte

Aprilscherze sorgen in diesem Jahr für eine Welle humorvoller Streiche in Deutschland

Von gefälschten Wellness-Oasen bis zu spektakulären politischen Rücktritten – lokale Persönlichkeiten und Unternehmen inszenierten in diesem Jahr aufwendige Scherze, um die Öffentlichkeit zu unterhalten und gelegentlich auch in die Irre zu führen.

Einer der meistdiskutierten Streiche kam von Schloss Vollrads, einem historischen Weingut im Rheingau. Das Gut kündigte Pläne für eine Luxus-Therme an, komplett mit mineralstoffreichem Quellwasser und Behandlungen mit Riesling-Wein. Doch Stand April 2026 gibt es weder Genehmigungen, Partnerschaften noch konkrete Pläne für eine solche Einrichtung.

Der Scherz des Rheingauer Weinguts drehte sich um ein sogenanntes Hydro-Vinotherapie-Konzept. Laut der erfundenen Geschichte sollte die Therme Heilwasserbäder mit Riesling-Verkostungen verbinden und Oestrich-Winkel so zum Wellness-Hotspot machen. Doch Behörden bestätigten, dass die Idee rein theoretisch bleibt – ohne Finanzierung, Zustimmung oder Bauzeitplan.

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Andernorts behauptete ein Winzer im Ahrtal, einen Rotwein-Whirlpool mit fragwürdigen Gesundheitsvorteilen erfunden zu haben. Unterdessen präsentierte die Freiwillige Feuerwehr Ahrweiler ein angebliches Feuerwehrpferd, das speziell für den Einsatz in unwegsamem Gelände trainiert sein sollte. Beide "Innovationen" existierten nur in der Fantasie der Scherzbolde.

Auch die Politik mischte mit: Thomas A. Klann (FDP) inszenierte einen dramatischen Rückzug aus der Öffentlichkeit – als Protest gegen Desinformation, wie er behauptete. Doch sein Abschied entpuppte sich als weiterer Aprilscherz. In Mainz erklärte der neu ernannte Baudezernent Ludwig Holle (CDU) kurzerhand, dass Baustellen wie das Rathaus und das Gutenberg-Museum künftig als historische Denkmäler unter Schutz stünden. Die Ankündigung war frei erfunden.

Sogar lokale kulinarische Traditionen wurden zum Spielball der Scherze: Peter, ein bekannter Metzger in Mainz, überzeugte viele davon, zum neuen Küchenchef des Fußballclubs Mainz 05 ernannt worden zu sein. Der Verein stellte schnell klar, dass es keine solche Personalie gab.

Bis zum Mittag waren alle Scherze aufgeflogen: Schloss Vollrads gab zu, dass die Spa-Ankündigung nur der Unterhaltung diente, und die Feuerwehr räumte ein, dass das Feuerwehrpferd reine Fiktion war. Die Streiche, so harmlos sie auch waren, sorgten kurzzeitig für Neugier und Verwirrung.

Vorerst bleiben das weinbasierte Wellness-Refugium im Rheingau und alle anderen Aprilscherz-Erfindungen fest im Reich der Fantasie verankert.

Quelle