109 Dezibel: Polizei beschlagnahmt extrem lauten Luxuswagen in Witten
Luxusauto in Witten beschlagnahmt: Extrem laute 109 Dezibel überschreiten Grenzwerte
In Witten haben Beamte bei einer Verkehrskontrolle ein Hochleistungsauto sichergestellt, nachdem sie extrem hohe Lärmwerte gemessen hatten. Der Motor des Fahrzeugs brüllte mit 109 Dezibel – weit über dem gesetzlichen Limit von 82 dB. Zudem stand der Wagen unerlaubt in einem absoluten Halteverbot auf der Holbeinstraße.
Auslöser war eine routinemäßige Lärmmessung durch die Polizei. Nach deutscher Rechtslage, die auf der EU-Richtlinie 70/157/EWG basiert, dürfen Pkw bei 50 km/h maximal 74 dB(A) erzeugen; für bestimmte Fahrzeugtypen gelten strengere Vorgaben. Der Besitzer argumentierte, die übermäßige Lautstärke liege am Biturbo-Motor des Wagens, doch die Ermittler vermuten Manipulationen an der Motorsteuerung durch optimierte Software.
Die Wittener Polizei setzt regelmäßig Schallpegelmesser ein, um illegal getunte Fahrzeuge zu identifizieren – besonders im Visier: Fahrer, die Abgasanlagen oder Motoreinstellungen für mehr Lautstärke und Leistung verändern. Umweltverbände wie die Deutsche Umwelthilfe fordern seit Langem bundesweit einheitlichere Kontrollen, da die Überprüfungen in den Städten bisher uneinheitlich erfolgen. In diesem Fall wurde die Hauptuntersuchung (HU) des Fahrzeugs aufgrund der Veränderungen für ungültig erklärt.
Das Auto wurde beschlagnahmt, dem Halter drohen nun verwaltungsrechtliche Verfahren. Die Behörden werden die Motorsoftware und die Lärmkonformität weiter prüfen. Bei einer Verurteilung könnte dem Fahrer die Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr entzogen werden.






