Zuckerrübenanbau in der Krise: Wie Landwirte mit Innovationen gegen Dürre und Schädlinge kämpfen
Sophia WeberZuckerrübenanbau in der Krise: Wie Landwirte mit Innovationen gegen Dürre und Schädlinge kämpfen
Zuckerrübenanbau in Deutschland leidet unter sinkenden Preisen, steigenden Kosten und neuen Handelsregeln
Trotz dieser Herausforderungen testen Landwirte wie Marius Feldmann innovative Lösungen, um ihre Erträge zu sichern. Erste Versuche mit Produkten wie Rinpode zeigen vielversprechende Ergebnisse – sowohl bei der Steigerung der Erträge als auch des Zuckergehalts.
Zwischen 2023 und 2026 ist die Anbaufläche für Zuckerrüben in Deutschland um 5 bis 10 Prozent geschrumpft – von etwa 38.000 Hektar auf geschätzte 34.000 bis 36.000 Hektar. Verantwortlich dafür sind EU-Quotenkürzungen, niedrige Zuckerpreise, höhere Produktionskosten und häufigere Dürreperioden.
Doch nicht nur das: Unkraut, Krankheiten und resistente Schädlinge verschärfen die Probleme. Starke Verunkrautung durch Hirsegräser und Ausfallraps kann die Ernte fast unwirtschaftlich machen. Krankheiten wie Stolbur (SBR) und der Cercospora-Blattfleck bedrohen die Erträge zusätzlich – teilweise mit Einbußen von 40 bis 50 Prozent. Betroffene Felder trocknen aus, die Pflanzen bleiben kümmerlich und verfärben sich braun.
Bisher setzten Landwirte auf Notfallzulassungen für bestimmte Herbizide, um die Schädlinge in Schach zu halten. Doch langfristige Lösungen sind nötig. 2025 testete Feldmann, Betriebsleiter bei der Metternich-Ratibor-Corvey KG, Rinpode – ein neues Herbizid mit dem Wirkstoff Florpyrauxifen-benzyl. Das Mittel erwies sich als wirksam gegen hartnäckiges Unkraut, ohne die Rüben stark zu schädigen. Feldmann bezeichnete es als einfach in der Anwendung und einen wichtigen Baustein, um die Erträge zu sichern.
Neben Herbiziden setzen Zuckerrübenanbauer zunehmend auf moderne Fungizide und Biostimulanzien. Diese Innovationen sollen helfen, die Qualität der Ernte trotz schrumpfender Gewinne und schwierigerer Anbaubedingungen zu erhalten.
Die Branche bleibt im Wandel – zwischen wirtschaftlichem Druck und dem Bedarf an wirksamem Pflanzenschutz. Neue Werkzeuge wie Rinpode bieten Ansätze, um Unkraut und Krankheiten zu bekämpfen und die Produktion zu stabilisieren. Doch für eine langfristige Perspektive sind auch Marktveränderungen und politische Unterstützung entscheidend.






