Zoll deckt Steuertricks mit übergroßen Kühltank-Tanks an Grenzen auf
Sophia WeberZoll deckt Steuertricks mit übergroßen Kühltank-Tanks an Grenzen auf
Zollbeamte in Aachen haben ein wachsendes Problem mit ausländischen Kühltransportern an den Grenzen aufgedeckt. Viele dieser Fahrzeuge sind mit übergroßen Kraftstofftanks ausgestattet, wodurch Spediteure Steuerbefreiungen ausnutzen, die eigentlich nur für serienmäßige Werksinstallationen gelten. Die Praxis hat bereits zu Ermittlungen und finanziellen Sanktionen gegen die Regelbrecher geführt.
Bei Kontrollen stellte sich heraus, dass einige Transportunternehmen die originalen Tanks – die in der Regel 235 bis 245 Liter fassen – durch deutlich größere Modelle mit einem Fassungsvermögen von 550 bis 800 Litern ersetzen. Diese manipulierten Tanks ermöglichen es Fahrern, in ihren Heimatländern günstiger zu tanken und so die höheren Spritpreise in Deutschland oder anderen EU-Staaten zu umgehen.
Nach EU-Vorschriften ist Kraftstoff in serienmäßigen Werksinstallationen bei Grenzübertritten von Abgaben befreit. Diese Befreiung gilt jedoch nicht für nachgerüstete oder ausgetauschte Tanks. Werden solche Veränderungen festgestellt, erheben die Zollbehörden sowohl Energiesteuern als auch Einfuhrmehrwertsteuer. Zudem wird ein Zuschlag auf die Nachzahlungen fällig, um unseriöse Anbieter daran zu hindern, einen Wettbewerbsvorteil gegenüber gesetzestreuen Speditionen zu erlangen.
Allein im vergangenen Jahr förderten bundesweite Überprüfungen zahlreiche Fälle von Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit übergroßen Tanks zutage. Die verschärften Kontrollen führten zur Rückforderung von Energiesteuern in sechsstelliger Höhe.
Die Ermittlungen zeigen die finanziellen Risiken für Unternehmen, die versuchen, die Kraftstoffsteuerregeln zu umgehen. Die Zollbehörden überwachen Kühltransporter weiterhin genau, um die Einhaltung der Energiesteuer- und Importvorschriften sicherzustellen. Wer mit illegalen Tankmodifikationen erwischt wird, muss mit Strafen und Nachzahlungen rechnen.






