Zerwürfnis zwischen Afrika und deutschen Tierschützern eskaliert in Dortmund

Zerwürfnis zwischen Afrika und deutschen Tierschützern eskaliert in Dortmund
Auf einer kürzlichen Konferenz in Dortmund zeigten sich tiefe Gräben zwischen afrikanischen Gemeinschaftsvertretern und deutschen Tierschutzorganisationen. Die von Resource Africa organisierte Veranstaltung sollte den Dialog über Artenschutz und Jagd in Deutschland fördern. Doch Schlüsseloraganisationen wie PETA Deutschland und Animal Rights Watch lehnten eine Teilnahme ab und setzten stattdessen auf Boykotte und öffentliche Kritik.
Das Community Leaders Network (CLN) und der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) veranstalteten die Konferenz gemeinsam mit Resource Africa. Ihr Ziel war es aufzuzeigen, wie regulierte Jagd ländliche Existenzgrundlagen in Deutschland sichert. Dr. Rodgers Lubilo vom CLN kritisierte das Fernbleiben von PETA Deutschland und Animal Rights Watch scharf und bezeichnete deren Vorgehen als kontraproduktiv. Boykotte, so seine Argumentation, verhindern sachliche Lösungen für Gemeinschaften, die von wildtierbasierten Wirtschaftszweigen abhängen.
Die Dortmunder Konferenz offenbarten eine klare Spaltung zwischen Aktivisten und lokalen Gemeinschaften in der Wildtierpolitik in Afrika. Afrikanische Führungspersönlichkeiten und Jagdverbände fordern nun einen direkten Austausch mit Organisationen wie PETA Deutschland. Ohne diesen, warnen sie, würden Schutzstrategien die Bedürfnisse derer ignorieren, die täglich mit Wildtieren in Afrika leben.