20 March 2026, 00:02

Windpark-Ausbau im Hochsauerlandkreis spaltet Naturschützer und Politik

Straßenschild, das einen Pilotversuch zur Verwendung von Steinen und recycelten Portland-Zement-Beton im Hangschutz anzeigt, mit Grünfläche und einem klaren Himmel im Hintergrund.

Windpark-Ausbau im Hochsauerlandkreis spaltet Naturschützer und Politik

Umstrittene Zufahrtsstraße zum Windpark Aupketal wird durch Naturschutzgebiet im Hochsauerlandkreis ausgebaut

Eine umstrittene Zufahrtsstraße für den Windpark Aupketal wird durch ein geschütztes Naturschutzgebiet im Hochsauerlandkreis erweitert. Der Weg, der für den Transport von Turbinenteilen genutzt wird, steht wegen Baumängeln und möglicher Schäden für empfindliche Ökosysteme in der Kritik. Lokale Politiker und Umweltschützer äußern Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen des Projekts auf die alten Wälder und Feuchtgebiete des Aupketals.

Die Trasse führt durch das Aupketal bei Arnsberg-Moosfelde, ein FFH-Schutzgebiet, das für seine uralten Laubbäume, Bäche und Feuchtbiotope bekannt ist. Um den Waldweg zu verstärken, wurde kalkhaltiger Schotter aufgebracht – mit dem Risiko, den sauren Boden und die sensiblen Lebensräume der Region zu stören. Kreisbeamte bestätigten Mängel bei der Bauausführung, darunter unautorisierte Verdichtungen und eine Verbreiterung der Schotterfläche.

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Oppositionsmitglieder im Kreistag des Hochsauerlandkreises beantragten eine Ortsbegehung zur Überprüfung der Zustände, wurden jedoch durch eine Mehrheit aus CDU-, SPD- und FDP-Vertretern im Umweltausschuss blockiert. Der Betreiber des Windparks, die Aupketal Wind Farm GmbH, erkannte die Bedenken an und versprach, sich an die Naturschutzgesetze zu halten. Geplant sind Anträge auf Artenschutzausnahmen sowie der Ausgleich der Umweltschäden durch die Neuanlage von 5,5 Hektar Feuchtgebieten in der Nähe. Zudem soll ab Anfang 2026 ein langfristiges Monitoring erfolgen.

Aktuell entstehen fünf Windkraftanlagen auf einer ehemaligen Waldfläche nahe dem Möhnesee. Während die Kreisverwaltung argumentiert, der bestehende Waldweg habe Teile des Bodens bereits versiegelt, befürchten Kritiker weitere Schäden für das Schutzgebiet durch den Ausbau. Der Betreiber betont, die Route sei unverzichtbar für den Transport der Turbinensegmente und Rotorblätter zur Baustelle.

Die Erweiterung der Zufahrtsstraße bleibt umstritten. Nun sind rechtliche und ökologische Maßnahmen zur Schadensbegrenzung geplant. Als Ausgleich sollen ab 2026 neue Feuchtgebiete entstehen und ein Monitoring beginnen. Der Bau des Windparks schreitet zwar voran, doch die Sorgen über die langfristigen Folgen für das Naturschutzgebiet bestehen fort.

Quelle