19 March 2026, 20:02

Windkraftanlage siegt gegen Paragliding-Club: Gericht gibt grünes Licht für Bau

Zwei Menschen paragleiten über Wasser mit Rauchspuren, vor einer Kulisse aus Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel.

Paragliding Club Fails in Lawsuit Against Wind Turbine in North Rhine-Westphalia - Windkraftanlage siegt gegen Paragliding-Club: Gericht gibt grünes Licht für Bau

Ein Paragliding- und Drachenseglerclub in Nordrhein-Westfalen hat seinen Rechtsstreit gegen eine geplante Windkraftanlage in der Nähe seines Geländes verloren. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) wies den Eilantrag des Vereins ab und entschied, dass das Projekt wie geplant umgesetzt werden darf. Die Anlage soll etwa 550 Meter vom Startplatz des Clubs entfernt errichtet werden, der seit 1998 in Betrieb ist.

Der Verein hatte argumentiert, die Windkraftanlage schaffe unsichere Bedingungen und beschränke die Flugaktivitäten unzumutbar. Die Struktur stelle insbesondere bei starkem Wind eine erhebliche Gefahr dar. Das OVG sah jedoch keine Beweise dafür, dass das Projekt den Fortbestand des Clubs gefährden würde.

Das Gericht verwies zudem darauf, dass der Verein im Planungsverfahren ordnungsgemäß angehört worden sei. Die Richter ergänzten, dass Flüge bei Windgeschwindigkeiten unter 20 Kilometern pro Stunde weiterhin sicher möglich seien. Der Startplatz, von dem aus jährlich rund tausend Flüge stattfinden, zählt zu den meistgenutzten der Region für Paragliding und Drachensegelflug.

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Der Ausbau der Windenergie in Nordrhein-Westfalen umfasst bereits über 1.000 Anlagen, Hunderte weitere sind in Planung. Konflikte zwischen Windparks und Luftsportaktivitäten werden von den zuständigen Luftraumbehörden geregelt – abhängig von örtlichen Gegebenheiten und Genehmigungen.

Mit dem Urteil ist der Weg für den Bau der Windkraftanlage in der Nähe des Startplatzes frei. Künftig hängt der Flugbetrieb von den Windverhältnissen ab, wobei bei geringeren Geschwindigkeiten gestartet werden darf. Die Entscheidung steht im Kontext der Bemühungen, den Ausbau erneuerbarer Energien mit bestehenden Freizeitaktivitäten in der Region in Einklang zu bringen.

Quelle