Wie ein betrunkener Schiedsrichter Bremen eine Trinktradition schenkte

Wie ein betrunkener Schiedsrichter Bremen eine Trinktradition schenkte
Vor 50 Jahren ereignete sich ein kurioser Vorfall, als Schiedsrichter Wolf-Dieter Ahlenfelder ein Bundesliga-Spiel unter Alkoholeinfluss leitete. Das Geschehen in Bremen ist längst zur lokalen Legende geworden und inspirierte eine ganz besondere Trinktradition.
Ahlenfelder, der später zu einem der renommiertesten Schiedsrichter Deutschlands aufstieg, gab zu, vor dem Spiel ein Bier und einen Malteser-Likör getrunken zu haben. Sein ungewöhnliches Verhalten während der Partie umfasste Grimassenziehen, Anknurren der Trainer und ein falsches Halbzeitzeichen. Trotz seiner skurrilen Leistung amüsierte sich der damalige Werder-Bremen-Präsident Franz Böhmert über den Vorfall.
Heute bestellt man in Bremen einen "Ahlenfelder" – und erhält ein Bier mit einem Shot Malteser-Likör. Eine Kneipe in der Nähe des Weser-Stadions trägt sogar seinen Namen als Hommage. Die Tradition ist eine humorvolle Erinnerung an das denkwürdige Spiel. Medien wie Bild und Kicker berichteten damals schmunzelnd über Ahlenfelders Auftritt. Trotz des Vorfalls pfiff er in seiner Karriere noch 106 Bundesliga-Partien.
Die "Ahlenfelder-Trinktradition" in Bremen feiert bis heute diesen einzigartigen Moment vor einem halben Jahrhundert. Zwar war sein Verhalten alles andere als regelkonform – doch es hinterließ einen bleibenden Eindruck in der lokalen Kultur. Die Anekdote zeigt: Auch die Sportgeschichte hat ihre heiteren Seiten.