Wie der Mauerfall Berlins Clubkultur bis heute prägt und feiert

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Eine Konferenzszene mit Sitzenden, die einer Bühne zugewandt sind, auf der eine Diskussion zwischen Medienvertretern und Besitzern stattfindet, mit einem großen Banner und einer Wand im Hintergrund.

Wie der Mauerfall Berlins Clubkultur bis heute prägt und feiert

Tag der Clubkultur: Wie prägten Eiserner Vorhang und Mauerfall Berlins Underground?

Vorspann Der Name täuscht: Der Berliner Tag der Clubkultur findet vom 3. bis 12. Oktober statt – mit über 100 Veranstaltungen in Clubs wie dem KitKat, Yaam, Cassiopeia und Ohm. Was steht auf dem Programm?

Veröffentlichungsdatum 1. Oktober 2025, 17:03 Uhr

Artikeltext Im Oktober rückt Berlins Clubszenen wieder in den Mittelpunkt: Beim Tag der Clubkultur werden vom 3. bis 12. Oktober über 100 Veranstaltungen in der ganzen Stadt stattfinden. Organisiert von der Clubkommission Berlin, will das Festival die gesellschaftliche und politische Bedeutung von Partykultur über Musik und Tanz hinaus beleuchten.

Den Auftakt macht am 2. Oktober eine Kooperation des Club der Visionäre und des CTM-Festivals im Haus der Visionäre. Von 22 Uhr bis 8 Uhr morgens verspricht das Event eine Mischung aus elektronischen Klängen und immersiven Erlebnissen.

Bekannte Locations wie der KitKat Club, Cassiopeia, Goldengate und Ohm beteiligen sich ebenso wie kleinere Off-Spaces und Pop-up-Orte. Diskussionsrunden untersuchen, wie Clubkultur die Gesellschaft prägt, während Performances und Filmvorführungen das Programm ergänzen.

Am 3. Oktober zeigt DJ und Promoter Mark Reeder im Kwia am Neuköllner Maybachufer seinen Kultdokumentarfilm „B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin 1979–1989“. Reeder, eine Schlüsselfigur der Berliner Underground-Szene, hielt die kreative Explosion der Stadt während des Kalten Krieges und in den Jahren vor dem Mauerfall fest. Der Film gilt bis heute als prägendes Zeitdokument jener Ära.

Am 4. Oktober um 17 Uhr findet im Tipsy Bear in Prenzlauer Berg eine Drag-Show statt – ein Beispiel für die Vielfalt der Nachtkultur, die das Festival feiert.

Der Fall der Berliner Mauer spielte eine entscheidende Rolle für die Entwicklung der Techno-Szene. Verlassene Gebäude im Osten wurden zu Schauplätzen illegaler Raves und legten den Grundstein für Berlins Ruf als weltweite Clubhauptstadt. Diese Geschichte zieht sich als roter Faden durch das Festival.

Alle Details zu Zeiten und Orten der Veranstaltungen gibt es auf der offiziellen Website tagderclubkultur.berlin.

Bis zum 12. Oktober bietet der Tag der Clubkultur ein buntes Programm aus Diskussionen, Filmen und Performances. Er vereint etablierte Clubs, Underground-Kollektive und temporäre Räume, um Berlins Nachtleben zu feiern – und erinnert daran, wie politische Umbrüche wie der Mauerfall die kulturelle Identität der Stadt geprägt haben.