Wenn Bäume zwischen Nachbarn für Streit sorgen: Was Gerichte jetzt entscheiden

Admin User
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Ein Baum mit einer Warnschild daran, umgeben von vielen anderen Bäumen in einem bewaldeten Gebiet.

Wenn Bäume zwischen Nachbarn für Streit sorgen: Was Gerichte jetzt entscheiden

Bäume in der Nähe von Grundstücksgrenzen können zwischen Nachbarn zu juristischen Auseinandersetzungen führen. Aktuelle Gerichtsurteile in ganz Deutschland haben die Rechte und Pflichten geklärt – von herabfallenden Ästen bis hin zu versperrten Blicken. Die Entscheidungen betreffen unter anderem Versicherungsansprüche und Mietstreitigkeiten, die mit überwuchernder Vegetation zusammenhängen.

In Hamburg entschied ein Landgericht, dass Nachbarn Sicherheitsvorkehrungen verlangen können, wenn ein Baum umzustürzen droht oder schwere Äste abwirft (Aktenzeichen: 304 O 247/13). Regelmäßige Kontrollen und die Entfernung von Totholz gelten nun als unverzichtbar, besonders bei älteren Bäumen, die auf benachbartes Gelände ragen – wie das Landgericht Lübeck bestätigte (Aktenzeichen: 1 S 38/20). Auch die Baumart spielt eine Rolle: Das Landgericht Kleve urteilte, dass bestimmte Arten größere Abstände zu Nachbargrundstücken einhalten müssen (Aktenzeichen: 6 O 204/23).

Die Urteile setzen klare Grenzen, wann Bäume zu einem rechtlichen Problem werden. Nachbarn können aktiv werden, wenn eine nachweisbare Gefahr besteht, doch nicht jeder Streit führt zu Schadensersatz oder Änderungen. Grundstückseigentümer müssen künftig Grünflächen und mögliche Risiken abwägen – oder riskieren, dass gerichtliche Entscheidungen nicht zu ihren Gunsten ausfallen.