Watzke bereut Tuchel-Entlassung: „Hätte ich heute anders entschieden“

Watzke bereut Tuchel-Entlassung: „Hätte ich heute anders entschieden“
Hans-Joachim Watzke, der langjährige Vorstandsvorsitzende von Borussia Dortmund, blickt auf vergangene Entscheidungen zurück, während er sich auf seine Kandidatur für das Amt des Vereinspräsidenten vorbereitet. Zu seinen Bedauern zählt die Entlassung des damaligen Cheftrainers Thomas Tuchel im Jahr 2017 – eine Maßnahme, die er heute einräumt, unter anderen Umständen möglicherweise anders gehandhabt worden wäre.
Watzkes zwei Jahrzehnte an der Spitze des BVB haben das Wachstum des Vereins nachhaltig geprägt. Dennoch hat er offen Fehler eingestanden, insbesondere die Trennung von Tuchel, der in zwei Spielzeiten überzeugende Ergebnisse geliefert hatte. Die Entscheidung fiel nach eskalierenden Spannungen im Gefolge des Bombenanschlags auf den Mannschaftsbus 2017, der die Spieler tief erschüttert zurückließ.
Watzkes bevorstehende Bewerbung um das Präsidentenamt ist von einer Bilanz aus Erfolgen und eingestandenen Fehleinschätzungen geprägt. Seine Bereitschaft, vergangene Entscheidungen – darunter auch Tuchels Abgang – kritisch zu reflektieren, zeigt eine Phase der Selbstbetrachtung. Der Verein steht nun vor einer Zukunft, in der ehemalige Weggefährten in neuen Rollen zurückkehren könnten.