13 March 2026, 16:02

Warendorf führt 15-Euro-Tagesgebühr für Wohnmobile am Emssee ein – Camper protestieren

Eine Stadtstra├čen-Szene mit parkenden Autos, Strommasten, Ampeln, Laternen, B├Ąumen und Geb├Ąuden unter einem bew├Âlktem Himmel, mit Text, der ein kommerzielles Grundst├╝ck zum Verkauf f├╝r $1,250,000 anzeigt.

Warendorf führt 15-Euro-Tagesgebühr für Wohnmobile am Emssee ein – Camper protestieren

Warendorf führt ab diesem Frühling eine Tagesgebühr von 15 Euro für Wohnmobil-Stellplätze am kommunalen Campingplatz Emssee ein. Die Entscheidung hat bei Stammgästen Unmut ausgelöst – einige überlegen nun, künftig auf Besuche zu verzichten. Die Stadtverwaltung begründet die Gebühr mit der attraktiven Lage und der Ausstattung des Platzes.

Der neue Preiskatalog war im Herbst 2023 einstimmig vom Stadtrat beschlossen worden, nachdem die CDU einen entsprechenden Antrag eingebracht hatte. Laut Angaben der Verwaltung sollen die Einnahmen in die Modernisierung des Geländes fließen, unter anderem in die Erneuerung veralteter Stromsäulen.

Der langjährige Camper Günter Brossat (83) kritisierte die Gebühr als überzogen und kündigte an, künftig fernzubleiben. Andere Gäste äußerten ähnliche Bedenken und wollen nach Alternativen suchen. Die Stadt verwies auf einen nahegelegenen Platz mit günstigeren Preisen, verteidigte jedoch die Höhe der Emssee-Gebühr mit Verweis auf die "Premium-Lage" und die Infrastruktur.

Wie viele Wohnmobil-Stellplätze es am Emssee genau gibt, bleibt unklar – öffentliche Unterlagen liefern keine detaillierten Zahlen. Auch verlässliche Vergleiche mit anderen Campingplätzen in der Region fehlen in den zugänglichen Quellen.

Die 15-Euro-Gebühr tritt im Frühling in Kraft und soll die geplanten Aufwertungen finanzieren. Einige Camper haben bereits beschlossen, dem Gebiet fernzubleiben, andere könnten auf preiswertere Alternativen ausweichen. Die Stadt betont, der Preis spiegle die Qualität des Platzes und die notwendigen Investitionen wider.

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