Wanderungsbewegungen zwischen Ost und West: Wie Siegen-Wittgenstein seit 1990 geprägt wurde
Moritz WernerWanderungsbewegungen zwischen Ost und West: Wie Siegen-Wittgenstein seit 1990 geprägt wurde
Seit der deutschen Wiedervereinigung haben sich etwa 12.700 Menschen aus Ostdeutschland im Kreis Siegen-Wittgenstein niedergelassen. Die größte Welle erreichte die Region 1991, als fast 1.200 Personen zuzogen. Im gleichen Zeitraum verließen rund 9.200 Einwohner die Region in Richtung der neuen Bundesländer.
In den frühen 1990er-Jahren verzeichnete die Region die höchsten Wanderungszahlen mit einem Höhepunkt im Jahr 1991. Seither ist der Zuzug deutlich zurückgegangen. Zwischen 2010 und 2020 pendelten sich die jährlichen Zuwanderungszahlen bei 200 bis 300 Personen ein.
Die meisten Neuzuwanderer kamen aus Sachsen-Anhalt, während aus Mecklenburg-Vorpommern die wenigsten hinzukamen. Seit 2020 jedoch verlassen mehr Menschen Siegen-Wittgenstein in Richtung Ostdeutschland, als von dort zuziehen.
Die Migrationsströme spiegeln sich wandelnde Trends über drei Jahrzehnte wider. Während die Jahre unmittelbar nach der Wiedervereinigung einen deutlichen Zuzug brachten, zeigen aktuelle Daten einen kontinuierlichen Rückgang. Seit 2020 übersteigt die Zahl der Fortzüge in die ostdeutschen Bundesländer erstmals die der Zuzüge.






