Vortrag ehrt Gustav Brück: Ein jüdischer Jurist im Widerstand gegen die NS-Diktatur
Moritz WernerVortrag ehrt Gustav Brück: Ein jüdischer Jurist im Widerstand gegen die NS-Diktatur
Am 21. Juni 2022 findet eine Vortragsveranstaltung zu Ehren von Gustav Brück statt, einem jüdischen Juristen und prägenden Vertreter der Wuppertaler jüdischen Gemeinde. Unter dem Titel „Der demokratische Volksstaat ist bedroht! – Der jüdische Jurist Gustav Brück (1877–1956)“ wird die Veranstaltung im historischen Schwurgerichtssaal des Landgerichts Wuppertal stattfinden.
Gustav Brück war von 1926 bis zur gewaltsamen Auflösung durch die Nationalsozialisten Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Elberfeld. Zudem spielte er eine zentrale Rolle im Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Während der NS-Zeit arbeitete er als Konsulent und beriet jüdische Bürger in rechtlichen Fragen.
Nach 1945 engagierte er sich gemeinsam mit den wenigen Überlebenden für den Wiederaufbau der jüdischen Gemeinde in Wuppertal. Der Vortrag beleuchtet Möglichkeiten, sein Erbe nachhaltig zu würdigen.
Referentin ist Dr. Ulrike Schrader, Leiterin der Alten Synagoge Wuppertal. Der Schauspieler Gregor Henze wird historische Quellen in Lesungen präsentieren. Eine Anmeldung ist bis zum 19. Juni 2022 per E-Mail an [email protected] erforderlich.
Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr in Raum L147 des Landgerichtsgebäudes. Im Fokus stehen Brücks Verdienste um Recht, Gemeinschaft und Widerstand in einer bewegten Zeit. Eine vorherige Anmeldung ist für die Teilnahme zwingend notwendig.
